Au revoir, Charles Aznavour!

Heute eine traurige Nachricht: Charles Aznavour ist tot. Aber seine Lieder werden bleiben. Der 1924 als Schahnur Waghinak Asnawurjan in Armenien geborene Chansonnier ist zwar in und mit der französischen Sprache und Kultur zum Weltstar aufgestiegen. Seine armenischen Wurzeln hat er jedoch nie verleugnet. Stets hat er sich für die Sache der Armenier eingesetzt. 2009 […]

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Die galicische Dichterin Rosalía de Castro

Die Saudade: ein galicisch-portugiesischer Gefühlskomplex. Rosalía de Castro (1837 – 1885) gilt als wichtige Vertreterin des so genannten „Rexurdimento“ (‚Wiederaufblühen‘), mit dem man in Galicien die Renaissance der eigenen Sprache und Kultur seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bezeichnet. Besondere Bedeutung kommt dabei ihren 1863 veröffentlichten Cantares gallegos (‚Galicischen Gesängen‘) zu. Ihre Gedichte sind stark […]

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Die baskische Freiheitshymne Txoria txori (‚Vogel, kleiner Vogel‘)

Das Lied Txoria txori (‚Vogel, kleiner Vogel‘) ist heute eine Art baskische Freiheitshymne. Es handelt sich dabei um die Vertonung eines Gedichts von Joxean Artze, auf das der Cantautor Mikel Laboa um 1968 in einem Restaurant in San Sebastián (baskisch ‚Donostia‘) gestoßen war. Dort hatte man es, als Zeichen des Protests gegen das Franco-Regime, auf […]

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Tschechien: Humorvolle Philosophen

Die absurde Lebensreise, augenzwinkernd besungen. In Tschechien scheint die Empfindung für die Absurdität des Daseins besonders ausgeprägt zu sein. Hier hat Franz Kafka seine absurden Romane und Erzählungen geschrieben, hier hat Jaroslav Hašeks „braver Soldat Schwejk“ das Licht der (literarischen) Welt erblickt. Die hier vorgestellten Lieder zeigen, dass die Absurdität in Tschechien auch in der […]

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Ein Gedicht aus Griechenland

Marginalisierung, Ausgrenzung, existenzielle Heimatlosigkeit – das Lied Ego den eimai [ime] poiitis [piitis] (‚Ich bin kein Dichter‘) von Nikos Papazoglou (nach einem Gedicht von Lazaros Andreou). Das auf einem Gedicht von Lazaros Andreou beruhende Lied Ego den eimai [ime] poiitis [piitis] (‚Ich bin kein Dichter‘) des 1948 in Thessaloniki geborenen und leider schon 2011 verstorbenen […]

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Emanzipation auf mexikanisch

In unserer kleinen Sommerreihe über literarische Lieder stellen wir heute ein Musikstück aus Mexiko vor: Wer das Lied Aventurera von Agustín Lara (2012 neu interpretiert von Natalia Lafourcade) hierzulande hört und vor allem den sehr humorvollen Videoclip dazu sieht, wird wohl an die Überwindung sozialer Konventionen denken, an verdrängte Träume und Wünsche, die sich plötzlich […]

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Ein Lied aus Litauen

Alina Orlova: Ich erinnere mich nicht … (Aš neatsimenu, kaip užmigau). Alina Orlova, Jahrgang 1988, ist als Tochter eines litauischen Polen und einer aus dem russischen Woronesch stammenden Mutter in der Kleinstadt Visaginas im Nordosten Litauens aufgewachsen. Schon ihre erste Single, die sie mit gerade einmal 18 Jahren herausgebracht hat, war ein großer Erfolg und […]

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Alexander Puschkin: Der Gefangene (УЗНИК)

Der Song Majo Pakalennje (‚Meine Generation‘) der weißrussischen Band N.R.M. („Njezaležnaja Respublika Mroja“ – ‚Unabhängige Republik der Träume‘) kreist um die Generation der in der Sowjetunion aufgewachsenen Weißrussen. Deren Leben wird als eine Art unsichtbares Gefängnis beschrieben. Dafür wird in dem Lied auch das Gedicht Uznik (‚Der Gefangene‘, 1822) von Alexander Puschkin zitiert. Darin identifiziert […]

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Francesco Guccini: Venerdì santo

Francesco Guccinis 1967 erschienenes Lied Lied Venerdì Santo (‚Karfreitag‘) thematisiert weniger die christliche Karfreitagssymbolik als den Karfreitag als Teil einer christlich geprägten Gesellschaft. Diesem kommt dabei durchaus auch die Funktion einer Besinnung auf die eigene Endlichkeit zu. Gleichzeitig – und vielleicht sogar gerade dadurch – geht von ihm jedoch auch eine tröstende Wirkung aus. Denn […]

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