Ilona Lay: Endloser Weg

Eine Meditation mit Text, Musik und Bildern   Endloser Weg Endloser Weg, siehe die Bäume blinzeln ein schimmernder Schleier hebt sich aus bergenden Nächten der träum’rische Dunst. Endloser Weg, siehe die Bäume bersten ein Funken schlagender Hengst drängt sich aus kindlichen Wolken das siegreiche Licht. Endloser Weg, siehe die Bäume bluten ein rasender Hirsch jagt […]

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Das Land – ein Gedicht von Ilona Lay

Der Wald ein Stoff ein Kapital die Stämme mundgerecht zerstückt der Mond von Scheinwerfern zerpflückt auf Wüstenhängen bleich und kahl das Land von Reifenfurchen wund Schoß in den sich Pfeiler zwingen Feld an dem Traktoren wringen Moos das unter Teer verstummt des Himmels Tränen säen Gift Kelch der unsichtbar zerfällt ein Schiff in unerkannter Drift […]

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Protesilaos und Laodameia

  Den Spruch des Orakels erfüllend, wonach der Grieche, der als Erster trojanischen Boden betreten werde, auch als Erster getötet werde, war Protesilaos im Krieg um Troja gefallen. Als seine untröstliche Frau Laodameia, mit der er sich gerade erst vermählt hatte, sich daraufhin eine Holzstatue schuf, die ihr den Geliebten ersetzen sollte, erbarmten sich die […]

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Ilona Lay: An Eos

  An Eos Einsam meistens erstrahlt, Göttin! der Welt dein Kleid, dass sein Tatengeflecht webe der Tag darein. Selten hüllt sich der Menschen Kinder eines in dein Gewand, statt im purpurnen Rausch deines Erwachens still nur zu zittern wie Gras, wenn deinen Hauch es spürt. Denn, wer lauscht deinem Atem, brennend liebst du zu Tode […]

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Ilona Lay: Sisyphos

In einer dreiteiligen Reihe veröffentlichen wir ab heute einen kleinen dichterischen Streifzug von Ilona Lay durch die griechische Mythen- und Sagenwelt.   Sisyphos Doch unaufhaltsam brandet zurück der Stein … Vernichtet trauert er um den toten Traum, bis er, den Schicksalsgöttern folgend, neu in sein Sein des Versuchs sich findet. Und stets am Anfang, Ameisen […]

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Ilona Lay: Der Marienkäfer

Und als es Winter wurde, kam er durch des Fensters Spalt herein und annektierte ohne Scham die Blumentöpfe als sein Heim. Seitdem dreht er den ganzen Tag beflissne Runden um sein Heim und blickt – weil er den Inhalt mag – auch oft ins Zuckerglas hinein. Denn während er noch fliegen kann, sind seine Opfer […]

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Ilona Lay: Religion

Gebete wie ein Kind das droht aufschluchzend dunkle Bittgesänge Arme züngeln infrarot schwebt ein Guru durch die Menge der Himmel klaffend stahlumringt Steinplatten auf des Grabes Gräsern Pendel das durch Nacht sich schwingt klirrt ein Geist in alten Gläsern der Abend eines Raubtiers Wildern grinst ein Traum in stummen Bildern und Geheimnisse gerinnen Mönche flüstern […]

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Gottesphantasie

Wärst Du ein Zaub’rer, Herr – den Reichen hauchtest gewiss den weichen Wunsch Du heimlich ins Herz, sich tief in Dein Wolln zu schleichen, den Wunsch, zu tilgen der Welten Schmerz. Lächelnd aus ihren Höhlen hießen dann sie auf Schiffen, breit wie ein Kloster, fließen ihr Geld in die Länder der Armen ganz, dass unter […]

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November

November – Dein Atem klettert im Seidengeäst der Büsche und Deine Träume schimmern über dem Segel der See. November – Deine Gedanken flattern im wortlosen Lied des Windes und Deine Wünsche zittern auf dem zerfließenden Weg. November – Deine Gewänder ruhen zwischen dem brüchigen Laub. Und Deine Gebete wandeln im reiferen Strahl des Mondes.   […]

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Pan im Herbst

Und wenn von des Jahres verwegenem Wagen dann nichts als der Winde verlorenes Klagen, wie Stimmen der Leere, das Land noch umstrahlt, scheint oft er, im Regen verweilend, zu fragen nach ihr die Au’n, die das Jahr ihm ins Herz hat gemalt. Denn ob ihm auch alle die Nymphen der Haine und Flure gefalln und […]

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