Ennui und Saudade

Ein Gedicht von Charles Baudelaire, vertont von Lizzie Levee In Zeiten des Corona-Kollers gewinnen Begriffe wie das französische „ennui“ oder das portugiesische „saudade“ an Bedeutung. Deutsche Worte wie „Überdruss“ oder „Langeweile“ treffen eben nicht annähernd die Empfindungen, die sich einstellen, wenn man Tag für Tag mit einer Wand vermummter Gestalten konfrontiert ist, ohne jede Möglichkeit, […]

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Eine Reise im Kopf

Auf nach Nordkarelien! In der gegenwärtigen Coronakrise kann niemand mehr einfach seinem Fernweh nachgeben, wenn ihn das Reisefieber packt. Glücklicherweise bleibt uns aber selbst dann, wenn wir uns in der Realität kaum von unserem Heimatort wegbewegen können, noch die Möglichkeit der Phantasiereise. Auf unserem Literaturplaneten sind wir dabei insofern im Vorteil, als wir solche Reisen […]

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Stéphane Mallarmé: Un autre éventail („Ein anderer Fächer“)

Aus Anlass von Stéphane Mallarmés bevorstehendem Geburtstag am 18. März gibt es heute einen kleinen „Nachschlag“ zu dem Mallarmé-Special von Anfang des Jahres. Dabei geht es um eine spezielle Art von Gedichten, mit denen Mallarmé sich vor allem bei seinen weiblichen Fans beliebt gemacht haben dürfte. Frauen aus seinem Bekanntenkreis und weiblichen Familienmitgliedern schenkte der […]

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Paul Verlaine: Promenade Sentimentale (Nebliger Weg)

In Ergänzung zum letzten Post auf diesem Blog, in dem es um Paul Verlaines Kaspar-Hauser-Dichtung ging, servieren wir zum heutigen Sonntag ein weiteres Verlaine-Gedicht. In seiner herbstlichen Stimmung passt es ganz gut zu dem aufziehenden trüben Novemberwetter. Als kleines Filmchen präsentiert, kann es den Herbst-Blues vielleicht auf eine kontemplativere Ebene heben. Angesichts der zentralen Bedeutung, […]

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Paul Verlaines Kaspar-Hauser Dichtung

Ein Gedicht über den Käfig des eigenen Lebens Paul Verlaine persönlich kennenzulernen, wäre wahrscheinlich nicht sehr reizvoll gewesen. Nach allem, was wir über ihn wissen, war er ein äußerst launischer, impulsiver Mensch, der immer wieder bis zum Exzess soff und unter Alkoholeinfluss zudem ausgesprochen gewalttätig wurde. Seine Gedichte freilich sprechen eine andere Sprache. Sie zeichnen […]

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Charles Baudelaire: La mort des amants (Der Tod der Liebenden)

Zum heutigen Geburtstag Charles Baudelaires hier noch einmal eines der bekanntesten Werke des Dichters:  La mort des amants (Der Tod der Liebenden). Gemessen an den Vertonungen, handelt es sich sogar um das am intensivsten rezipierte Gedicht Baudelaires. So listet die Website baudelairesong.org – ein Projekt, das es sich zum Ziel gesetzt hat, eine Übersicht über […]

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Robert de Souza:Die Stadt der Zukunft (La cité future)

Im letzten Teil der kleinen Reihe über  Robert de Souza steht heute ein Aspekt von dessen Schaffen im Vordergrund, den man nicht unbedingt mit einem Dichter – zumal mit einem symbolistischen – assoziieren würde: sein Engagement für eine lebenswerte Stadt. Aus der Perspektive des Künstlers selbst war dieses Engagement allerdings durchaus folgerichtig. Denn de Souzas […]

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Robert de Souza: Die Weide (Le saule)

Wie bereits angekündigt, folgt hier ein weiteres Gedicht des französischen Autors Robert de Souza mit deutscher Übertragung. Wie Le sommeil des cygnes (Der Schlaf der Schwäne), zu dem wir zuletzt ein kleines Filmchen gepostet haben, entstammt Le saule (Die Weide) dem Zyklus Du trouble au calme (Vom Unruhigen zum Ruhevollen), der in der 1897 erschienenen […]

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Robert de Souza: Le sommeil des cygnes (Der Schlaf der Schwäne)

Meditation mit  Text (Nachdichtung von D. Hoffmann)  und Musik von Camille Saint-Saëns ( Der Schwan  aus: Karneval der Tiere, 1886) Freie Nachdichtung von Dieter Hoffmann (rotherbaron): Der Schlaf der Schwäne Weiße Kähne mit eingerolltem Segel, so schlafen im Schilf die Schwäne, geschaukelt vom Wiegenlied des Windes in der perlmutternen Bucht. Mit schweigsamen Blicken leuchten weiße, […]

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Charles Baudelaire: Tristesses de la lune (Mondmelancholie)

Edgar Allan Poe war eine feste Bezugsgröße für Charles Baudelaire. Als Poe-Übersetzer war er auch bestens mit den dichtungstheoretischen Überlegungen dieses Autors, in dem er einen Seelenverwandten erkannte, vertraut. Zustimmend zitiert er etwa aus dessen Vorwort zu dem Prosagedicht Eureka (1848), das Poe jenen gewidmet hat, die „in die Träume als in ihre einzigen Wirklichkeiten […]

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