November

Eine Meditation mit Bildern und Musik © Dieter Hoffmann (Rother Baron) Musik: Gabriel Fauré (1845-1924): Elegie Op. 24. Aus dem Archiv des Isabella Stewart Gardner Museum, Boston. Cello: Narek Hakhnazaryan. Piano: Noreen Polera Filmerstellung: Ilka Hoffmann Fotos:        1. Zacharias da Mata:  Foggy woods (fotolia) Icephotography: Spooky forest in Transylvania (fotolia) Petra Bosse: Fallobst (im […]

Read More…

Wintermorgen

Über Hügeln zart und leise bricht ein Strahl der Nacht Gewand, segnet – eine stumme Weise – glitzernd das entschlafne Land. Schweigt die Welt, die Vögel bangen, Rehe gehn – du hörst sie kaum –, und an Zweig und Halmen hangen Blumen wie ein ferner Traum. Wie erhaben ruhn die Wälder, wie besänftigt liegt der […]

Read More…

Silvester

Sterbendes Jahr, vielleicht der Schrei von einem erschöpften Drachen Nüstern fauchen von Nächten schwer die Zeit ein neugebor’nes Meer und Helden die gläubig den Tag entfachen. Sterbendes Jahr, vielleicht der Schrei von Vögeln die frei entfliegen Wiesen breiten ein Perlentuch die Zeit ein aufgeschlag’nes Buch und Möwen die lachend im Sturm sich wiegen. Sterbendes Jahr, […]

Read More…

Allerheiligen

Die Bäume befrein sich zum Himmel nun bald, Kristalle umhülln den verbrandenden Wald. Vergänglichkeit taut zu verborgenem Sinn, und Menschen spazieren besänftigt darin.   Ein Nachen stößt sacht an den irdischen Strand, und Frieden strömt aus auf das schlafende Land. Am Abend durchtanzen das zitternde Licht die Flügel, aus denen ein Weiseres spricht.     […]

Read More…

Tiere

Des Schlachthofs Rachen ein Verrat sauber sirrend Fließbandwaffen ein Schrei ein Ahnen jäh ein Straffen Blut spuckend brav ein Automat Rotoren richten monoton ein Netz das Meer aus schwarzem Sand Scheinwerfer lauern unerkannt Hochsitze wie ein Götterthron die Folter forschend zelebriert stumpf ein Leben an der Leine würgend Gift und Schutzgebärden doch nie von Menschenhand […]

Read More…

Nachdichtung: Promenade sentimentale von Paul Verlaine

Nebliger Weg Der Abend sandte sein letztes, schleichendes Licht, und im Winde wiegten sich Seerosen bleich; die leuchteten hell zwischen Schilfgräsern dicht, leuchteten traurig über dem schweigenden Teich. Durchs Labyrinth der Weiden schweift‘ ich, verwaist in heillosem Schmerz, den der Nebel gebar, der aus den Wassern aufstieg, ein Geist, wehklagend schrill wie der Enten Schar, […]

Read More…

Gottesphantasie

Wärst Du ein Zaub’rer, Herr – den Reichen hauchtest gewiss den weichen Wunsch Du heimlich ins Herz, sich tief in Dein Wolln zu schleichen, den Wunsch, zu tilgen der Welten Schmerz. Lächelnd aus ihren Höhlen hießen dann sie auf Schiffen, breit wie ein Kloster, fließen ihr Geld in die Länder der Armen ganz, dass unter […]

Read More…