Estnische Waldgeister

Kopfreise nach Nordkarelien, 6. und letzter Teil In der Nacht verfange ich mich auf meinem fliegenden Teppich im Dickicht eines Alptraums: Ich möchte mich in den See hinabgleiten lassen, den ich noch immer unter mir vermute, lande jedoch nicht im Wasser, sondern im Wipfel einer alten Eiche. Mühsam taste ich mich an dem hohen Stamm […]

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Trügerische Idylle?

Kopfreise nach Nordkarelien, Teil 5 Auf meinem fliegenden Teppich über dem Pielinen-See liegend, ließ ich mich noch immer von den lauen Abendwinden wiegen. Ja, dachte ich, so musste Odysseus sich in den Armen der Sirenen gefühlt haben. Moment mal: Waren die Sirenen nicht gerade eine Gefahr für Odysseus? Wollten sie ihn nicht von seinem Weg […]

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Auf einem namenlosen Pferd in Nordkarelien

Kopfreise nach Nordkarelien, Teil 4 Als es Abend wurde, luden mich die beiden Nordkarelier, die ich am Ufer des Pielinen-Sees kennengelernt hatte, in die Sauna ein. Die beiden haben ihr Saunahäuschen zwar intensiv beworben – spezielle Kräutermischung, wunderbarer Duft, du fühlst dich wie neu geboren! –, aber ich habe die Einladung dennoch ausgeschlagen. Die schwülheiße […]

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Ankunft in Nordkarelien

Kopfreise nach Nordkarelien, Teil 2. Die Reisen mit meinem fliegenden Teppich sind schnell und langsam zugleich. Das heißt, eigentlich sind beide Begriffe unpassend, denn mein Teppich gleitet wie ein Bus der Lüfte auf seiner eigenen Spur, und diese Spur windet sich außerhalb der Zeit dahin. So fand ich mich einfach plötzlich am Zielort meiner Reise […]

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Eine Reise im Kopf

Auf nach Nordkarelien! In der gegenwärtigen Coronakrise kann niemand mehr einfach seinem Fernweh nachgeben, wenn ihn das Reisefieber packt. Glücklicherweise bleibt uns aber selbst dann, wenn wir uns in der Realität kaum von unserem Heimatort wegbewegen können, noch die Möglichkeit der Phantasiereise. Auf unserem Literaturplaneten sind wir dabei insofern im Vorteil, als wir solche Reisen […]

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Renaud: Dès que le vent soufflera („Sobald der Wind sich erhebt“)

Aufbruch ins Ungewisse Renauds mitreißendes Chanson Dès que le vent soufflera („Sobald der Wind sich erhebt“) ist ein Lied über den Mut, in See zu stechen und ins Ungewisse aufzubrechen, sich über alle Zweifel und Zweifler hinwegzusetzen und einfach seinem inneren Kompass zu folgen. Getreu dem schönen Motto des tschechischen Dichterpräsidenten Václav Havel: „Hoffnung ist […]

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Thomas Fersen: La chauve-souris (Die Fledermaus …)

… liebte einen Regenschirm Lust auf ein dadaistisches Liedchen? O.k. …. Dann:  Spot an für den 1963 in Paris geborenen Thomas Fersen, einen Meister des Wortwitzes und der hintergründigen Sprachspiele! In Fersens Chanson Une chauve-souris geht es um eine Fledermaus, die sich unsterblich in einen Regenschirm verliebt. Damit bewegen wir uns hier natürlich irgendwo zwischen […]

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OqueStrada: O teu murmúrio (Dein Murmeln)

Die Allgegenwart der Liebe Wer liebt, sieht die Welt mit anderen Augen. Die Dinge öffnen sich und wenden einem ihr tieferes, wesenhafteres Gesicht zu. Kleinigkeiten, an denen man zuvor achtlos vorübergegangen ist, sind auf einmal von Bedeutung erfüllt, das Leben wird in seiner ganzen Fülle und Schönheit erfahrbar. So erkennt, wer liebt, die Liebe als […]

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Deolinda: Parva que sou (Wie dumm ich bin …)

Ein Lied über die Generation Praktikum. Das Lied der 2006 gegründeten portugiesischen Band Deolinda Parva que sou („Wie dumm ich bin“), wirft  ein Schlaglicht auf mögliche Gründe für die immer wiederkehrenden Emigrationswellen in der portugiesischen Geschichte (vgl. hierzu auch die Lieder von José Afonso und Rosalía de Castro). Im Mittelpunkt steht in dem Song die […]

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José (Zeca) Afonso: Canção do Desterro (Emigrantes)

Portugiesische Exilanten Wenn wir heute über Flüchtlinge reden, denken wir dabei zumeist an Menschen, die nach Europa fliehen. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass Menschen auch aus Europa fliehen mussten. Die Gründe hierfür waren nicht nur die totalitären Regime und die Kriege des 20. Jahrhunderts. Vor allem im 19., teilweise aber […]

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