Charles Baudelaire: Tristesses de la lune (Mondmelancholie)

Edgar Allan Poe war eine feste Bezugsgröße für Charles Baudelaire. Als Poe-Übersetzer war er auch bestens mit den dichtungstheoretischen Überlegungen dieses Autors, in dem er einen Seelenverwandten erkannte, vertraut. Zustimmend zitiert er etwa aus dessen Vorwort zu dem Prosagedicht Eureka (1848), das Poe jenen gewidmet hat, die „in die Träume als in ihre einzigen Wirklichkeiten […]

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Fritz Widmer: A der Muur

Heute ein kleiner Nachklapp zum 68er-Jubiläum: Der lakonische Abgesang des Schweizer Liedermachers Fritz Widmer auf die Studentenrevolte. Eine Einordnung des Liedes in den größeren historischen Zusammenhang findet sich in dem Essay Ennui, Rebellion und Eskapismus: Deutschsprachige Liedermacher 1965 – 1985 auf rotherbaron.   Nachweis: Widmer, Fritz: A der Muur; aus: S geit niene so schön […]

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Nebelheimat

Eine Meditation mit Poesie, Bildern und Musik. Rother Baron: Nebelheimat Hier, in der ewigen Höhle des Nebels, bist du zu Hause. Hier, wo die Dinge sich aus dem Korsett ihrer Gestalt befreien und ineinander überfließen, wo sie miteinander verwoben sind in einem alles durchwirkenden Tropfenteppich. Hier, wo jeder Weg sich im Ungefähren verliert, wo dich […]

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Mein fliegender Teppich

Nicht jeder, den das Reisefieber packt, kann seinem Fernweh einfach nachgeben. Glücklicherweise bleibt uns aber selbst dann, wenn wir uns in der Realität kaum von unserem Heimatort wegbewegen können, noch die Möglichkeit der Phantasiereise. Wir alle haben einen kleinen fliegenden Teppich im Kopf, der uns, sobald wir ihn im Geiste herbeirufen, an jeden Ort der […]

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November

Eine Meditation mit Bildern und Musik November Lautlos klagen die Nebelweiber im Astwerk deines Lebens. Längst sind die Traumfrüchte abgefallen. Angenagt zerfallen sie auf dem Grund des Zeitsees.   Ermattet streift dein Blick durch den Kreuzgang der Zweige. Und du begreifst: Was du für einen Strauß von Wegen hieltest, ist in Wahrheit nur ein Spinnennetz. […]

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Friedhofstraum II

Selten hast du eine größere Erleichterung empfunden als an diesem Abend, als du nach dem langen Irrweg durch das Labyrinth des Waldes im Tal die Lichter der Stadt aufblinken sahst. Endlich warst du am Ziel angelangt, endlich würdest du dein Haupt zur Ruhe betten können. Beim Durchschreiten der Stadttore wunderst du dich allerdings, wie still […]

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