Dichterische Denkmäler der Vollkommenheit

Zu Charles Baudelaires Gedicht Réversibilité (Umkehrbarkeit) Sein Gedicht Réversibilité (Umkehrbarkeit) hat Charles Baudelaire zwar einer konkreten Frau gewidmet. Inhaltlich thematisiert es jedoch die unerfüllbare Sehnsucht des an das Unvollkommene gebundenen Menschen nach der Teilhabe an der Vollkommenheit. UmkehrbarkeitEngel voller Freude, kennt Ihr die Angst,die Scham, die Reue, das Schluchzen, den Kummerund die unbestimmten Schrecken dieser […]

Read More…

Hitze

Eine literarische Miniatur aus Zacharias Mbizos „Traumwelten“ In Zacharias Mbizos zweibändigen „Traumwelten“ verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Traum. Mit einer literarischen Miniatur aus dem zweiten Band tauchen wir heute in die Untiefen des Sommers ein. Am heißesten Tag des Jahres hast du dich im klebrigen Netz der Asphaltspinne verfangen. Während du hilflos mit den […]

Read More…

Die Musik der Poesie

Zu Paul Verlaines Gedicht Soleils couchants (Sonnenuntergänge) Paul Verlaine sah die Poesie als eine eigene Welt, die ihren Sinn aus sich selbst generiert. Ein wichtiger Aspekt war für ihn dabei die Musikalität der Dichtung. SonnenuntergängeEin schwacher Dämmerschimmer gießtüber das dunstverhangene Felddie Schwermut, die purpurn umfließtam Abend die Welt.Das Schiff der Schwermut entführtmit sanften Wiegegesängenmein Herz, […]

Read More…

Eine Bergwanderung

Auszug aus Nadja Dietrichs Roman Kaiserhorst Bei einer Bergwanderung geben sich Carlo, der Protagonist aus Nadja Dietrichs Roman Kaiserhorst, und sein Freund Toni „geistigen Höhenflügen im Höhenrausch“ hin. Kurzporträt des Romans Im Mittelpunkt von Kaiserhorst steht ein Künstler, der für die Arbeit an seinen Gemälden abendliche Spaziergänge durch den Wald unternimmt. Eines Abends kommt er […]

Read More…

Ein gedichtetes Gemälde

Jules Bretons „malerisches“ Sonnenaufgangsgedicht Der Dichter, heißt es, malt mit Worten. Dies ist auch bei Jules Breton (1827 – 1906) der Fall. Hauptsächlich in der bildenden Kunst zu Hause, steht er zugleich für den Sonderfall eines Malers, der mit Bildern dichtet. Die MorgenröteErwachend räkelt die feuchte Erdesich um die ruhig atmenden Dächer des Dorfes,das unter […]

Read More…

Die Bergwelt – erhaben und schrecklich zugleich

Auszug aus Nadja Dietrichs Roman Kaiserhorst Bei Nadja Dietrichs „Kaiserhorst“ handelt es sich um einen Kriminalroman in Tagebuchform über rechtsnationale Netzwerke und die vielen Gesichter der Wirklichkeit. Da der Roman teilweise in den Bergen spielt, enthält er auch einige „bergphilosophische“ Passagen. Kurzporträt des Romans Im Mittelpunkt von Kaiserhorst steht ein Künstler, der für die Arbeit […]

Read More…

Walther von der Vogelweide: Minnesänger, Dichterphilosoph, Vagabund

Ein Blick auf Leben und Werk des DichtersMit neuen Nachdichtungen Das Werk Walthers von der Vogelweides ist zweifellos ein Meilen­stein in der Geschichte der deutschsprachigen Literatur. Aber wie hat dieser Dichter und Minnesänger gelebt? Welche Wechselbezie­hungen gibt es zwischen seinem Leben und den gesellschaftlichen Entwicklungen jener Jahre? Die vorliegende Studie geht diesen Fragen in zwei […]

Read More…

Programmvorschau

Der Sommer auf dem Literaturplaneten Der Sommer ist die Zeit der Badevergnügungen und des Eisschleckens. Aber ist er auch eine Zeit der Literatur? Der Sommer und die Literatur Sommer, Sonne, Literatur – passt das zusammen? Ja und nein. Für manche ist der Sommer die Zeit, in der sie endlich einmal Zeit und Muße haben, all […]

Read More…

Der Papst als Antichrist

Gedichte Walthers von der Vogelweide/10 Walther von der Vogelweide hat teilweise sehr heftige Kritik an Papsttum und Amtskirche geübt. Darin spiegelt sich die religiöse Erneuerungssehnsucht seiner Zeit, aber auch der Machtkampf zwischen Papst- und Kaisertum wider. Podcast: Der neue JudasVerwirrung hält die ganze Welt umfangen.Alle klagen, aber niemand weiß:Unser Vater ist’s, der Papst in Rom,dem […]

Read More…

Wie soll man leben auf dieser Welt?

Gedichte Walthers von der Vogelweide/9 In seiner berühmten „Reichsklage“ betont Walther von der Vogelweide die Notwendigkeit äußeren für die Erlangung inneren Friedens. Das Gedicht ist vor dem Hintergrund des mittelalterlichen Fehdewesens zu sehen, weist aber auch aktuelle Bezüge auf. Podcast: Klagelied(Reichsklage)Mit übereinandergeschlagenen Beinen,einen Ellbogen aufs Knie gestützt,das Kinn und meine Wangein meine Hand geschmiegt –so […]

Read More…