In dem dreiteiligen Tagebuchroman erzählt Theo C. von dem Abenteuerlabyrinth, in das er nach dem Verlust seines Schattens hineingerät. Seltsame Händler versuchen, ihm einen neuen Schatten zu verkaufen, er gerät an einen obskuren Geheimbund von Schattenlosen und wird schließlich quer durch die Zeit katapultiert.
Gesamtausgabe: Teil 1 bis 3 in einem Band (eBook)

560 Seiten
eBook (mit ausführlichem Erläuterungsteil)
ePub: Überall, wo es eBooks gibt
15,99 €
Interview mit der Autorin (PDF, S. 20 – 26)
Einzelbände (Print und eBook):
Teil 1: Der Schattenverlust
Theo C. kann es zuerst gar nicht glauben: Sein Schatten ist ihm abhanden gekommen! Wie soll er jetzt weiterleben? Ein Mensch ohne Schatten wird doch überall Anstoß erregen! Da kommt ihm das Angebot einer Firma für Ersatzschatten gerade recht. Aber kann er dem obskuren Schattenhändler vertrauen?
„Von dem Schuhschränkchen, dem davor stehenden Paar Gummistiefel, ja sogar von meinem alten Trenchcoat, der seit dem letzten Winter unberührt an der Garderobe hing, nahm das Licht Notiz. Nur mich sparte es aus, als handelte es sich bei meiner Existenz um ein peinliches Versehen, das der Welt verschwiegen werden müsse.“

Hardcover, Fadenheftung, mit farbigen Abbildungen
ISBN: 978-3-9821340-0-0
Preis: 17,80 €
eBook
ePub: Überall, wo es eBooks gibt
7,49 €
Teil 2: Der Club der Dunkelmänner
Über das Buch:
In Teil 2 seines Tagebuchs taucht Theo C. ein in die geheimnisvolle Welt der Dunkelmänner – einer Vereinigung, deren Mitglieder die Veränderung ihrer selbst als Voraussetzung für die Veränderung der Welt ansehen. Dafür nutzen sie einige höchst eigentümliche Meditationspraktiken.
„Wir wollen die Dunkelheit selbst gestalten, anstatt uns von ihr gestalten zu lassen. Unser Schatten soll in uns selbst heranwachsen, anstatt von außen in uns einzudringen.“

Softcover
184 Seiten
ISBN: 978-3-9821340-1-7
15 €
eBook
ePub: Überall, wo es eBooks gibt
Preis: 6,49
Teil 3: Zeitreisen
Nach einer misslungenen Aktion zur Verhinderung eines Krieges muss Theo C. aus seiner Zeit fliehen und landet im Jahr 2521. Als er auch von dort fliehen muss, findet er sich im Jahr 1485 wieder. Wird er die Herausforderungen, vor die ihn die fremden Zeiten stellen, meistern? Und wird er irgendwann wieder in seine „Heimat-Zeit“ zurückfinden?
„Immer wieder verlieren sich meine Gedanken im Treibsand der Zeit – in diesem Spiralnebel, der sichmit der Kraft eines Tornados umsich selbst dreht.“

Softcover
340 Seiten
ISBN 978-3-9821340-9-3
18 €
eBook
ePub: Überall, wo es eBooks gibt
7,49 €
Alle 3 Bände (Print) zusammen: 30 € (nur bei Verlagsbestellung – versandkostenfrei)
Rezensionen (zur Erstausgabe „Der Schattenhändler“)
Rezensionen
„Hoffmann ist eine originelle Kombination gelungen – quasi ein Crossover-Roman. Sie erzählt spannend, erschafft glaubwürdige Charaktere & arbeitet auch die jeweilige Atmosphäre stimmig heraus. Ein Roman, der von der äußeren Handlungsfülle lebt, wobei eingestreut durchaus Gedanken über Gut & Böse oder Möglichkeiten des menschlichen Zusammenlebens diskutiert werden.“ Karl Heinz Schreiber in KULT
Auf seltsame, nie geklärte Weise verliert Theo C. seinen Schatten. Ebenso wie Peter Schlemihl bei Adalbert von Chamisso, gerät er, bedingt durch den Schattenverlust, in die soziale Isolation. Die Szene, in der Theo in vollem Licht vor weißer Wand schonungslos den Blicken seiner Kollegen ausgesetzt ist, wird man als Leser so leicht nicht vergessen. Scham, Verzweiflung sind die Folge. Scham, obwohl schuldhaftes Verhalten nicht festzustellen ist.
Erst die klosterähnliche Gemeinschaft mit den „Dunkelmännern“, die übrigens keineswegs nur aus Männern besteht, gibt ihm die innere Ruhe wieder. Er beteiligt sich an einer Mission, die nichts Geringeres als die Rettung der Menschheit vor dem nächsten geplanten Krieg zum Ziel hat. Die Verfasserin greift auf bekannte Motive, vor allem aus der phantastischen Literatur, zurück, gestaltet sie aus oder gibt ihnen eine völlig neue Bedeutung.
So fühlt man sich bei der Schattenregistrierstelle an Kafkas Prozess erinnert. Die Schattenlosigkeit selbst, die allerdings anders als bei Chamisso nicht auf einen Handel, also auf eine bewusste Aktion zurückgeht, lässt, wie gesagt, an Peter Schlemihls Schicksal denken.
Als der Protagonist sich allerdings im Tauschhandel um einen Schatten de Luxe zur Denunziation verpflichtet, geht Theo, wie Peter Schlemihl, auf einen einigermaßen fragwürdigen Handel ein.
Eine völlig neue Bedeutung erhält der in der Vampir – Literaturszene geläufige Satanskult. Zwar bleibt das sexuelle Moment bestehen, aber die Gemeinschaft der Dunkelmänner, die die Satansmesse zelebriert, fühlt sich für die Erhaltung des Friedens verantwortlich, will die Weltenwaage zuungunsten des Bösen belasten.
Wie erhält man Auskunft darüber, worin das „Böse“ besteht? Oft belasten gerade die, die vorgeben, das Böse zu bekämpfen, die Waage zugunsten des Bösen. Am eindrucksvollsten ist für mich die Hetzrede eines mittelalterlichen Predigers gegen die „Weiber“, die die Atmosphäre für eine geplante Hexenverbrennung anheizt. Somit könnte man sagen, das „Böse“ besteht in Vorurteilen, die zur gesellschaftlichen Norm geworden sind.
Peter Schlemihl kauft Siebenmeilenstiefel und reist mit ihnen um die Erde, Theo C verfügt über eine Notfalluhr, mit deren Hilfe er in der Lage ist, Zeitreisen zu unternehmen. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft: Immer wieder geht es in menschlichen Gesellschaften um die Einhaltung von Normen, die rücksichtslos, zum Teil brutal eingefordert werden. Gibt es Möglichkeiten das Ruder herum zu werfen?
Wer, wenn nicht die von Vorurteilen Betroffenen, haben ein Interesse an Veränderungen?
Die Schattenlosigkeit, Zeichen für das Abnorme überhaupt, stellt somit eine Chance dar, gegen den Strom zu schwimmen. Der Protagonist lebt nicht nur- zunächst gezwungenermaßen, dann freiwillig mit Unterstützung der Gruppe der Dunkelmänner- gegen den Strom, sondern schreibt auch, um sich zu vergewissern, um Klarheit zu bekommen über sich, über die Ereignisse, über seine Gefühle in Tagebuchform gegen eine Normalität, die humanes Leben auszuschließen droht. Der nachdenkliche, zum Nachdenken anregende Grundton ist nicht zu übersehen.
Manchmal hat jedoch alles trotz des spürbaren Ernstes spielerischen Charakter. So wenn die Zeiten durcheinander gewirbelt werden, skurrile Schnittstellen entstehen. Beispielsweise benutzt Theo C. ein Fluggerät aus der Zukunft, um seine als Hexe verurteilte Freundin im Jahr 1485 kurz vor dem Sturz ins Feuer zu retten. Über die Interpretation dieses Ereignisses durch die Zeitgenossen liest er in einem Archiv der Gegenwart, dass der „Leibhaftige“ vor den Augen der Menge die Hexe entführt habe.
Theo C. gelingt es schließlich, alle seine Aufzeichnungen – zum Teil kaum lesbar- in seinen Laptop zu tippen. Zum Vorteil für alle Leser, die bereit sind, sich in eine fremde und gleichzeitig bekannte, gedeutete, umgedeutete spannende mit greifbaren Einzelheiten versehene Welt entführen zu lassen.
Rezension von Franz Kiefer auf Buchtips
Renate Schmitt
Jetzt bin ich endlich dazu gekommen, das Buch zu lesen. Es hat mich extrem gefesselt. Der Roman fällt wirklich aus dem Rahmen, weil er Realität und Fantastik bruchlos zusammenbringt. Nun werde ich mich an die „ Longversion“ machen.
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