Treibsand

Meditation nach Jacques Prévert: Sables mouvants Rother Baron: Treibsand nach Jacques Prévert: Sables mouvants Engel und Dämonen Winde und Gezeiten gleiten in flimmernder Ferne deine schlafumschlungnen Augen ins Meer gefallene Sterne Engel und Dämonen Winde und Gezeiten im Treibsand sich kräuselnder Laken deine traumbetupften Augen unsichtbar kreisende Kraken Engel und Dämonen Winde und Gezeiten ein […]

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Unruhen

Vor Bajonetten schwelt ein Brand Uniform die starr verwaltet Morgenglut die jäh erkaltet blutend Rinnsale im Sand „Tot!“ – Ein Blitz im trocknen Wald zeugt sich fort mit Feuerfingern Herzen die im Leeren schlingern Wort das ungesagt verhallt verlassne Räume taub und blind aus leeren Augen weint der Wind ein Bild fängt stumm zu lachen […]

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Nachtgebet

Nachtgebet Am Abend erheben die mönchischen Eichen ihr Gerippe aus tanzenden Zweigen zum Gebet. Ihr schwungvolles Schweigen, ein erstarrter Reigen, lässt deine Seele steigen ins Nichts der Nacht. Ein Mönch, der im Dunkeln erwacht, die Augen gefangen im Netz der Nacht, wartest du auf das Zeichen, auch wenn du weißt: Es wird dich nie erreichen. […]

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Ein Winterlied von Walther von der Vogelweide

Der Winter, den wir heute in unseren Weihnachtsliedern als „winter wonderland“ verkitschen, war früher ein Synonym für Naturkatastrophen und Hungersnöte. Am naheliegendsten erscheint demnach eine Thematisierung des Winters, in der dieser mit einer lebensfeindlichen Umwelt assoziiert wird. Genau dies ist auch der Grundton in den meisten älteren Volksliedern, wie etwa in Ach, bittrer Winter oder […]

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Eisiger Morgen

Es war so bitterkalt in der Welt, dass Gott sich gleich nach dem Aufstehen wieder hingelegt hatte. Sofort verbreitete der Eiswind, der alles sah und nichts hörte, die Kunde von seinem Schlaf. Mit verzweifelter Wut schwang er sein Zepter, heulend rüttelte er an den Türen und stäubte haltlos durch die Straßen. Die Stöße seines Atems […]

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November

Eine Meditation mit Bildern und Musik November Lautlos klagen die Nebelweiber im Astwerk deines Lebens. Längst sind die Traumfrüchte abgefallen. Angenagt zerfallen sie auf dem Grund des Zeitsees.   Ermattet streift dein Blick durch den Kreuzgang der Zweige. Und du begreifst: Was du für einen Strauß von Wegen hieltest, ist in Wahrheit nur ein Spinnennetz. […]

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