Tiere

Des Schlachthofs Rachen ein Verrat sauber sirrend Fließbandwaffen ein Schrei ein Ahnen jäh ein Straffen Blut spuckend brav ein Automat Rotoren richten monoton ein Netz das Meer aus schwarzem Sand Scheinwerfer lauern unerkannt Hochsitze wie ein Götterthron die Folter forschend zelebriert stumpf ein Leben an der Leine würgend Gift und Schutzgebärden doch nie von Menschenhand […]

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Promenade sentimentale von Paul Verlaine (Nebliger Weg)

Der Abend sandte sein letztes, schleichendes Licht, und im Winde wiegten sich Seerosen bleich; die leuchteten hell zwischen Schilfgräsern dicht, leuchteten traurig über dem schweigenden Teich. Durchs Labyrinth der Weiden schweift‘ ich, verwaist in heillosem Schmerz, den der Nebel gebar, der aus den Wassern aufstieg, ein Geist, wehklagend schrill wie der Enten Schar, die sich […]

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Ilona Lay: Gottesphantasie

Wärst Du ein Zaub’rer, Herr – den Reichen hauchtest gewiss den weichen Wunsch Du heimlich ins Herz, sich tief in Dein Wolln zu schleichen, den Wunsch, zu tilgen der Welten Schmerz. Lächelnd aus ihren Höhlen hießen dann sie auf Schiffen, breit wie ein Kloster, fließen ihr Geld in die Länder der Armen ganz, dass unter […]

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November

November – Dein Atem klettert im Seidengeäst der Büsche und Deine Träume schimmern über dem Segel der See. November – Deine Gedanken flattern im wortlosen Lied des Windes und Deine Wünsche zittern auf dem zerfließenden Weg. November – Deine Gewänder ruhen zwischen dem brüchigen Laub. Und Deine Gebete wandeln im reiferen Strahl des Mondes.   […]

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Pan im Herbst

Und wenn von des Jahres verwegenem Wagen dann nichts als der Winde verlorenes Klagen, wie Stimmen der Leere, das Land noch umstrahlt, scheint oft er, im Regen verweilend, zu fragen nach ihr die Au’n, die das Jahr ihm ins Herz hat gemalt. Denn ob ihm auch alle die Nymphen der Haine und Flure gefalln und […]

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Ilona Lay: Im Garten

Die Dämm’rung wie ein scheues Pferd und Bäume, die gelassen warten, Hyazinthen, die beschwert von Düften sich ins Dunkel biegen im Garten, in dem alten Garten, als des Festes Stimmen schwiegen. Das Mondlicht wie ein weiches Tor und Bäche auf verschwiegnen Fahrten, Grillen, die in scheuem Chor sich regen in des Nebels Spielen im Garten, […]

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Sommernächte

Dies ist die Zeit, da ein Verwandeln sehnsuchtsweit die duftbestickten Wege säumt, da Lerchensang sich wie befreit durch die verliebten Auen träumt. Dies ist die Zeit, da aus des Waldes tiefem Traum versunkene Gestalten treten, da in den aufgebrochnen Raum die Mönche selbstvergessen beten. Dies ist die Zeit, da auf dem mondgepflügten Teich der Schwan […]

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