Enzo Avitabile: Mane e mane („Hand in Hand“)

Der Frieden als konkrete Utopie Der 1955 in Neapel geborene Saxofonist und „Cantautore“ (Liedermacher) Enzo Avitabile wirkt mit seinen zerzausten Haaren, seiner kuttenartigen Kleidung und dem Kreuz, das er als Ohrring trägt, ein wenig wie eine Mischung aus Mönch und Hippie. Und ein bisschen ist er das wohl auch – jedenfalls, wenn man von der […]

Read More…

Vetusta Morla: ¡Alto! („Halt!“)

Der Krieg als Teil des Alltags Die 1998 gegründete spanische Band Vetusta Morla – der Name leitet sich von der Figur der uralten („vetusta“) Schildkröte in Michael Endes Unendlicher Geschichte her – versteht den „Krieg“ in einem weiteren Sinne. Dies unterscheidet den hier vorgestellten Song von klassischen Antikriegsliedern (vgl. auf diesem Blog etwa die Lieder […]

Read More…

Ein Anti-Kriegslied von Bulat Okudshawa

Die Liebe, der Krieg und der Verrat Bulat Okudshawa (1924 – 1997) gilt als einer der wichtigsten Vertreter der russischen Gitarrenlyrik. Wie er selbst erläutert, wurde die Gitarrenlyrik in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts „in den Moskauer Küchen geboren“, wo sie „in einem engen Kreis Gleichgesinnter“ vorgetragen worden sei. Mit ihrem „Anspruch, […]

Read More…

Die verlorene Heimat der polnischen Juden / The Lost Homeland of the Polish Jews

Karolina Cicha & Spółka feat. Bart Pałyga: Białystok majn hejm To The English Version Die jüdische Kultur und Musik hat in vielen Zusammenhängen des europäischen Geisteslebens ihre Spuren hinterlassen. Vieles ist allerdings von der nationalsozialistischen Barbarei für immer ausgelöscht worden. Einen musikalischen Wiederbelebungsversuch hat die polnische Künstlerin Karolina Cicha mit ihrem Album Yiddishland unternommen. Białystok, […]

Read More…

Deolinda: Parva que sou (Wie dumm ich bin …)

Ein Lied über die Generation Praktikum. Das Lied der 2006 gegründeten portugiesischen Band Deolinda Parva que sou („Wie dumm ich bin“), wirft  ein Schlaglicht auf mögliche Gründe für die immer wiederkehrenden Emigrationswellen in der portugiesischen Geschichte (vgl. hierzu auch die Lieder von José Afonso und Rosalía de Castro). Im Mittelpunkt steht in dem Song die […]

Read More…

Alessandro Mannarino: Apriti cielo! („Öffne dich, Himmel!“)

Hoffnung und Mühsal der Flucht Der 1979 in Rom geborene Alessandro Mannarino, der als Künstler nur unter seinem Nachnamen auftritt, begann seine Karriere nach eigenen Angaben als „DJ für World Music in den Multi-Kulti-Kneipen“ Roms (vgl. Mizzoni 2010). Diese Tätigkeit erweiterte er sukzessive zu einem komplexeren musikalischen Entertainment, für das er 2006 auch die Band […]

Read More…

Manu Chao: Clandestino

Flüchtlinge: Ein Leben im Verborgenen. Heute mal ein Klassiker:  die Flüchtlingshymne Clandestino von Manu Chao, einem 1961 in Paris als Sohn einer baskischen Mutter und eines galicischen Journalisten und Schriftstellers geborenen Sängers. Das Faszinierende an Manu Chao ist, dass es dem Sänger mit seiner Band immer wieder gelingt, das Schicksal ausgegrenzter Menschen zu besingen, die […]

Read More…

Ein Chanson über die Schönheit des Lebens: Yves Jamait: J’en veux encore („Ich möchte mehr davon!“)

Heute in der LiteraturPlanet-Apotheke: „Ein Mittel gegen den November-Blues? Da hätte ich was für Sie: Probieren Sie es doch mal mit diesem Chanson hier!“ Und tatsächlich: Das musikalische Antidepressivum wirkt! Erschaffen hat es Yves Jamait, ein aus Dijon stammender Chansonnier. Der Musiker gehört zu den Spätberufenen. Erst im Jahr 2001, mit 40 Jahren, hat er […]

Read More…