Françoiz Breut: Ma colère („Meine Wut“)

Der erloschene Zorn In einer Welt des Hasses ist die Wut die natürliche Verbündete der Liebe. Denn gerade jene, die an die Utopie der Liebe glauben und von ihr zehren, können nicht anders, als auf die Herrschaft des Hasses mit permanenter Empörung zu reagieren. Das Problem ist nur, dass die Alltäglichkeit des Hasses sehr schnell […]

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Pauline Croze: T’es beau („Du bist schön“)

Das Wagnis der Liebe Wie alles Göttliche ist die Liebe schön und schrecklich zugleich. Sie ist schön, weil sie ein Weg zur Wahrheit ist und das Leben in seiner Wesenhaftigkeit offenbart. Sie ist aber auch schrecklich, weil sie die von ihrem Pfeil Getroffenen dem wesenlos-oberflächlichen, von Streit und Gier geprägten Alltag entfremdet. So ist jede […]

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OqueStrada: O teu murmúrio (Dein Murmeln)

Die Allgegenwart der Liebe Wer liebt, sieht die Welt mit anderen Augen. Die Dinge öffnen sich und wenden einem ihr tieferes, wesenhafteres Gesicht zu. Kleinigkeiten, an denen man zuvor achtlos vorübergegangen ist, sind auf einmal von Bedeutung erfüllt, das Leben wird in seiner ganzen Fülle und Schönheit erfahrbar. So erkennt, wer liebt, die Liebe als […]

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Émilie Simon: Le désert („Die Wüste“)

Göttliche Liebe und die Liebe Gottes Gott ist die Liebe, heißt es. Man könnte den Satz auch umdrehen und sagen: Die Liebe ist göttlich. Beide Sätze basieren auf derselben Empfindung: Die Liebe ist der einzige Weg, auf dem wir unserer existenziellen Einsamkeit, diesem Eingeschlossensein in uns selbst, entfliehen können. Die Liebe ist eine Brücke in […]

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Björk: Jólakötturinn

Ein Lied über ein Weihnachtsraubtier Die 1965 in Reykjavik geborene Björk Guðmundsdóttir hat ihr erstes Album bereits mit 12 Jahren aufgenommen. Nach musikalischen Ausflügen in die Punk- und Gothic-Szene war sie Ende der 1980er Jahre eine der Mitbegründerinnen der Band The Sugarcubes, mit der ihr der internationale Durchbruch gelang. Parallel experimentierte sie mit Jazz-Musik und […]

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Enzo Avitabile: Mane e mane („Hand in Hand“)

Der Frieden als konkrete Utopie Der 1955 in Neapel geborene Saxofonist und „Cantautore“ (Liedermacher) Enzo Avitabile wirkt mit seinen zerzausten Haaren, seiner kuttenartigen Kleidung und dem Kreuz, das er als Ohrring trägt, ein wenig wie eine Mischung aus Mönch und Hippie. Und ein bisschen ist er das wohl auch – jedenfalls, wenn man von der […]

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Vetusta Morla: ¡Alto! („Halt!“)

Der Krieg als Teil des Alltags Die 1998 gegründete spanische Band Vetusta Morla – der Name leitet sich von der Figur der uralten („vetusta“) Schildkröte in Michael Endes Unendlicher Geschichte her – versteht den „Krieg“ in einem weiteren Sinne. Dies unterscheidet den hier vorgestellten Song von klassischen Antikriegsliedern (vgl. auf diesem Blog etwa die Lieder […]

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Ein Anti-Kriegslied von Bulat Okudshawa

Die Liebe, der Krieg und der Verrat Bulat Okudshawa (1924 – 1997) gilt als einer der wichtigsten Vertreter der russischen Gitarrenlyrik. Wie er selbst erläutert, wurde die Gitarrenlyrik in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts „in den Moskauer Küchen geboren“, wo sie „in einem engen Kreis Gleichgesinnter“ vorgetragen worden sei. Mit ihrem „Anspruch, […]

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Die verlorene Heimat der polnischen Juden / The Lost Homeland of the Polish Jews

Karolina Cicha & Spółka feat. Bart Pałyga: Białystok majn hejm To The English Version Die jüdische Kultur und Musik hat in vielen Zusammenhängen des europäischen Geisteslebens ihre Spuren hinterlassen. Vieles ist allerdings von der nationalsozialistischen Barbarei für immer ausgelöscht worden. Einen musikalischen Wiederbelebungsversuch hat die polnische Künstlerin Karolina Cicha mit ihrem Album Yiddishland unternommen. Białystok, […]

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