Paul Verlaines Kaspar-Hauser Dichtung

Ein Gedicht über den Käfig des eigenen Lebens Paul Verlaine persönlich kennenzulernen, wäre wahrscheinlich nicht sehr reizvoll gewesen. Nach allem, was wir über ihn wissen, war er ein äußerst launischer, impulsiver Mensch, der immer wieder bis zum Exzess soff und unter Alkoholeinfluss zudem ausgesprochen gewalttätig wurde. Seine Gedichte freilich sprechen eine andere Sprache. Sie zeichnen […]

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Robert de Souza:Die Stadt der Zukunft (La cité future)

Im letzten Teil der kleinen Reihe über  Robert de Souza steht heute ein Aspekt von dessen Schaffen im Vordergrund, den man nicht unbedingt mit einem Dichter – zumal mit einem symbolistischen – assoziieren würde: sein Engagement für eine lebenswerte Stadt. Aus der Perspektive des Künstlers selbst war dieses Engagement allerdings durchaus folgerichtig. Denn de Souzas […]

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Robert de Souza: Die Weide (Le saule)

Mit einer Einführung in Robert de Souzas Gedichtzyklus Du trouble au calme (überarbeitete Fassung mit Analyse und Nachdichtungen) Wie bereits angekündigt, folgt hier ein weiteres Gedicht des französischen Autors Robert de Souza mit deutscher Übertragung. Wie Le sommeil des cygnes (Der Schlaf der Schwäne), zu dem wir zuletzt ein kleines Filmchen gepostet haben, entstammt Le […]

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Charles Baudelaire: Spleen (Schwermut)

English Version Baudelaires epochalen Gedichtband Les fleurs du mal kennen wir im deutschsprachigen Raum vor allem als Die Blumen des Bösen. Die Bedeutung von „le mal“ ist jedoch wesentlich komplexer. So ist „le mal du pays“ das Heimweh, und wer „mal au cœur“ hat, dem ist übel. Die „kränklichen Blumen“, die Baudelaire in der Widmung […]

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Charles Baudelaire: Le revenant (Der Wiedergänger)

English Version Charles Baudelaires bahnbrechender, zuerst 1857 erschienener Gedichtband Les fleurs du mal ist im deutschsprachigen Raum, trotz anderweitiger Übersetzungsmöglichkeiten, vor allem als Die Blumen des Bösen bekannt. Dafür gibt es gute Gründe. So wird etwa in dem Gedicht Abel et Caïn Kain dazu aufgefordert, sein Werk zu vollenden und Gott „aus dem Himmel zu […]

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Charles Baudelaire: Tristesses de la lune (Mondmelancholie)

Edgar Allan Poe war eine feste Bezugsgröße für Charles Baudelaire. Als Poe-Übersetzer war er auch bestens mit den dichtungstheoretischen Überlegungen dieses Autors, in dem er einen Seelenverwandten erkannte, vertraut. Zustimmend zitiert er etwa aus dessen Vorwort zu dem Prosagedicht Eureka (1848), das Poe jenen gewidmet hat, die „in die Träume als in ihre einzigen Wirklichkeiten […]

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Charles Baudelaire: Réversibilité (Umkehrbarkeit)

English Version Mitte des 19. Jahrhunderts führte Joséphine-Aglaé „Apollonie“ Sabatier in Paris einen literarischen Salon. Zu den zahlreichen Künstlern, die sie als Muse verehrten (und begehrten), gehörte auch Charles Baudelaire. Einige seiner schönsten Gedichte hat er dieser Jüngerin Apollons, des Gottes der Schönheit und der Künste, gewidmet. Darunter befindet sich auch das Gedicht „Réversibilité“, in […]

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Ein Gedicht aus Griechenland

Marginalisierung, Ausgrenzung, existenzielle Heimatlosigkeit – das Lied Ego den eimai [ime] poiitis [piitis] (‚Ich bin kein Dichter‘) von Nikos Papazoglou (nach einem Gedicht von Lazaros Andreou). Das auf einem Gedicht von Lazaros Andreou beruhende Lied Ego den eimai [ime] poiitis [piitis] (‚Ich bin kein Dichter‘) des 1948 in Thessaloniki geborenen und leider schon 2011 verstorbenen […]

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Alexander Puschkin: Der Gefangene (УЗНИК)

Der Song Majo Pakalennje (‚Meine Generation‘) der weißrussischen Band N.R.M. („Njezaležnaja Respublika Mroja“ – ‚Unabhängige Republik der Träume‘) kreist um die Generation der in der Sowjetunion aufgewachsenen Weißrussen. Deren Leben wird als eine Art unsichtbares Gefängnis beschrieben. Dafür wird in dem Lied auch das Gedicht Uznik (‚Der Gefangene‘, 1822) von Alexander Puschkin zitiert. Darin identifiziert […]

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