Blauer Himmel

Kaum hast du die Luke in dem Himmelsdach, unter dem du lebst, geöffnet, da packen dich auch schon die kosmischen Winde bei den Schultern und schleudern dich hinaus ins All. Nun bist du selbst einer jener halt- und ziellosen Körper, die eben noch als Sternschnuppen deine Träume bestäubt haben. Tollkühn wirfst du dein Lasso nach […]

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Traum

In der Dämmerung treten deine Träume heraus aus dem Dunkel des Waldes. Sie trinken das Zwielicht, sie laben sich an dem Duft der Erinnerungskräuter, den der Wind aus einem Land jenseits der Hügel heranweht. Du siehst ihnen an, wie sie aufleben, jetzt, da sie sich nicht mehr verstecken müssen, da sie sich ungestört von dem […]

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Ilona Lay: Gottesphantasie

Wärst Du ein Zaub’rer, Herr – den Reichen hauchtest gewiss den weichen Wunsch Du heimlich ins Herz, sich tief in Dein Wolln zu schleichen, den Wunsch, zu tilgen der Welten Schmerz. Lächelnd aus ihren Höhlen hießen dann sie auf Schiffen, breit wie ein Kloster, fließen ihr Geld in die Länder der Armen ganz, dass unter […]

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November

November – Dein Atem klettert im Seidengeäst der Büsche und Deine Träume schimmern über dem Segel der See. November – Deine Gedanken flattern im wortlosen Lied des Windes und Deine Wünsche zittern auf dem zerfließenden Weg. November – Deine Gewänder ruhen zwischen dem brüchigen Laub. Und Deine Gebete wandeln im reiferen Strahl des Mondes.   […]

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Pan im Herbst

Und wenn von des Jahres verwegenem Wagen dann nichts als der Winde verlorenes Klagen, wie Stimmen der Leere, das Land noch umstrahlt, scheint oft er, im Regen verweilend, zu fragen nach ihr die Au’n, die das Jahr ihm ins Herz hat gemalt. Denn ob ihm auch alle die Nymphen der Haine und Flure gefalln und […]

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Ilona Lay: Im Garten

Die Dämm’rung wie ein scheues Pferd und Bäume, die gelassen warten, Hyazinthen, die beschwert von Düften sich ins Dunkel biegen im Garten, in dem alten Garten, als des Festes Stimmen schwiegen. Das Mondlicht wie ein weiches Tor und Bäche auf verschwiegnen Fahrten, Grillen, die in scheuem Chor sich regen in des Nebels Spielen im Garten, […]

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Sommernächte

Dies ist die Zeit, da ein Verwandeln sehnsuchtsweit die duftbestickten Wege säumt, da Lerchensang sich wie befreit durch die verliebten Auen träumt. Dies ist die Zeit, da aus des Waldes tiefem Traum versunkene Gestalten treten, da in den aufgebrochnen Raum die Mönche selbstvergessen beten. Dies ist die Zeit, da auf dem mondgepflügten Teich der Schwan […]

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Der Morgen

Weiß wallende Mähne des Morgens sieh‘ zwischen seidig flatterndem Haar auffunkeln Erinnerungen ziehen vorbei goldene Inseln im flüchtigen Strom zerfließenden Marmors. Fernwehtrunkenes Zaumzeug der Hügel lautlos zerfließt das Gefieder der Nacht besänftigte Sehnsucht und Düfte sternentrunken ein heimliches Lied einatmet das Herz. Monddurchflossenes Segel der Frühe heim weht der Spinnennetzreigen der Feen schwerelos webt das […]

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Endstation

Die Erzählung „Endstation“ handelt von einem weggeworfenen Brief und der Lebensgeschichte, die sich  dahinter verbirgt.  Text: Endstation

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