Der weiße Gartenfürst

Zur Erinnerung an meinen Kater Homo Vor einem Jahr ist Homo verstorben, mein weißer Katzenprinz – kurz nach seinem Freund Blacky, mit dem er jahrelang als Yin und Yang der Katzenwelt durch die Walachei getigert ist. Nun schweifen sie miteinander durch die ewigen Jagdgründe. Es gibt eine Reihe von Dingen, die mir an Homo fremd […]

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Robert de Souza: Die Weide (Le saule)

Wie bereits angekündigt, folgt hier ein weiteres Gedicht des französischen Autors Robert de Souza mit deutscher Übertragung. Wie Le sommeil des cygnes (Der Schlaf der Schwäne), zu dem wir zuletzt ein kleines Filmchen gepostet haben, entstammt Le saule (Die Weide) dem Zyklus Du trouble au calme (Vom Unruhigen zum Ruhevollen), der in der 1897 erschienenen […]

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Charles Baudelaire: Spleen (Schwermut)

Baudelaires epochalen Gedichtband Les fleurs du mal kennen wir im deutschsprachigen Raum vor allem als Die Blumen des Bösen. Die Bedeutung von „le mal“ ist jedoch wesentlich komplexer. So ist „le mal du pays“ das Heimweh, und wer „mal au cœur“ hat, dem ist übel. Die „kränklichen Blumen“, die Baudelaire in der Widmung seines Gedichtbandes […]

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Charles Baudelaire: Le revenant (Der Wiedergänger)

Charles Baudelaires bahnbrechender, zuerst 1857 erschienener Gedichtband Les fleurs du mal ist im deutschsprachigen Raum, trotz anderweitiger Übersetzungsmöglichkeiten, vor allem als Die Blumen des Bösen bekannt. Dafür gibt es gute Gründe. So wird etwa in dem Gedicht Abel et Caïn Kain dazu aufgefordert, sein Werk zu vollenden und Gott „aus dem Himmel zu werfen“, da […]

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Charles Baudelaire: Réversibilité (Umkehrbarkeit)

Mitte des 19. Jahrhunderts führte Joséphine-Aglaé „Apollonie“ Sabatier in Paris einen literarischen Salon. Zu den zahlreichen Künstlern, die sie als Muse verehrten (und begehrten), gehörte auch Charles Baudelaire. Einige seiner schönsten Gedichte hat er dieser Jüngerin Apollons, des Gottes der Schönheit und der Künste, gewidmet. Darunter befindet sich auch das Gedicht „Réversibilité“, in dem Baudelaire […]

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Ilona Lay: Gedichte zu Weihnachten

Weihnachten steht für die Utopie eines friedlichen, solidarischen Miteinanders, in dem ausnahmslos alle Individuen die Möglichkeit erhalten, ihre Persönlichkeit zu entfalten – wofür die Befriedigung der Grundbedürfnisse eine selbstverständliche Voraussetzung ist – und eben dadurch die Utopie einer idealen Gemeinschaft am Leben erhalten. Dieser Utopie kann man sich auf zweierlei Weise nähern: zum einen durch […]

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Politische Kultur: Ein Zitat aus einem Roman von Nadja Dietrich

Die Hessenwahl – ein politisches Erdbeben? Ja, was die Mehrheitsverhältnisse anbelangt. Die politische Kultur wird sich dadurch jedoch kaum ändern. Hierzu ein Ausschnitt aus Nadja Dietrichs Roman Der Tote im Reichstag und die verträumte Putzfrau: „Lidia Afanasjewna versuchte, sich auf die Reden der Parla­mentarier zu konzentrieren, aber es gelang ihr nicht. Die stereotypen Betonungen, die […]

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Das Land – ein Gedicht von Ilona Lay

Der Wald ein Stoff ein Kapital die Stämme mundgerecht zerstückt der Mond von Scheinwerfern zerpflückt auf Wüstenhängen bleich und kahl das Land von Reifenfurchen wund Schoß in den sich Pfeiler zwingen Feld an dem Traktoren wringen Moos das unter Teer verstummt des Himmels Tränen säen Gift Kelch der unsichtbar zerfällt ein Schiff in unerkannter Drift […]

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Tschechien: Humorvolle Philosophen

Die absurde Lebensreise, augenzwinkernd besungen. In Tschechien scheint die Empfindung für die Absurdität des Daseins besonders ausgeprägt zu sein. Hier hat Franz Kafka seine absurden Romane und Erzählungen geschrieben, hier hat Jaroslav Hašeks „braver Soldat Schwejk“ das Licht der (literarischen) Welt erblickt. Die hier vorgestellten Lieder zeigen, dass die Absurdität in Tschechien auch in der […]

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Ein Gedicht aus Griechenland

Marginalisierung, Ausgrenzung, existenzielle Heimatlosigkeit – das Lied Ego den eimai [ime] poiitis [piitis] (‚Ich bin kein Dichter‘) von Nikos Papazoglou (nach einem Gedicht von Lazaros Andreou). Das auf einem Gedicht von Lazaros Andreou beruhende Lied Ego den eimai [ime] poiitis [piitis] (‚Ich bin kein Dichter‘) des 1948 in Thessaloniki geborenen und leider schon 2011 verstorbenen […]

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