„Deutschland“

Besinnung oder Besinnlichkeit? Ja, ich weiß: Heute ist der erste Advent, ich sollte besinnlich vor meinem Kerzlein hocken und die Klappe halten. Mit der Besinnlichkeit ist es aber so eine Sache: Wenn Bomben auf das Kloster fallen, tut sich der Mönch etwas schwer mit der Meditation. Ich lenke meinen Blick daher heute lieber auf den […]

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Erdoğan Emirs Lied To Şiya („Du bist fortgegangen“)

Von der Utopie der Harmonie Der aktuelle Angriffskrieg der türkischen Armee gegen die syrischen Kurden führt dem kurdischen Volk mal wieder seinen internationalen Paria-Status vor Augen.  In Erdoğan Emirs Lied To Şiya klingt die Verzweiflung über diese Verlassenheit an, aber auch die Sehnsucht nach ihrer Überwindung. Kurdische Schachbrettfiguren Im aktuellen Angriffskrieg der Türkei in Nordsyrien […]

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Der weiße Gartenfürst

Zur Erinnerung an meinen Kater Homo Vor einem Jahr ist Homo verstorben, mein weißer Katzenprinz – kurz nach seinem Freund Blacky, mit dem er jahrelang als Yin und Yang der Katzenwelt durch die Walachei getigert ist. Nun schweifen sie miteinander durch die ewigen Jagdgründe. Es gibt eine Reihe von Dingen, die mir an Homo fremd […]

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Robert de Souza: Die Weide (Le saule)

Wie bereits angekündigt, folgt hier ein weiteres Gedicht des französischen Autors Robert de Souza mit deutscher Übertragung. Wie Le sommeil des cygnes (Der Schlaf der Schwäne), zu dem wir zuletzt ein kleines Filmchen gepostet haben, entstammt Le saule (Die Weide) dem Zyklus Du trouble au calme (Vom Unruhigen zum Ruhevollen), der in der 1897 erschienenen […]

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Charles Baudelaire: Spleen (Schwermut)

Baudelaires epochalen Gedichtband Les fleurs du mal kennen wir im deutschsprachigen Raum vor allem als Die Blumen des Bösen. Die Bedeutung von „le mal“ ist jedoch wesentlich komplexer. So ist „le mal du pays“ das Heimweh, und wer „mal au cœur“ hat, dem ist übel. Die „kränklichen Blumen“, die Baudelaire in der Widmung seines Gedichtbandes […]

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Charles Baudelaire: Le revenant (Der Wiedergänger)

Charles Baudelaires bahnbrechender, zuerst 1857 erschienener Gedichtband Les fleurs du mal ist im deutschsprachigen Raum, trotz anderweitiger Übersetzungsmöglichkeiten, vor allem als Die Blumen des Bösen bekannt. Dafür gibt es gute Gründe. So wird etwa in dem Gedicht Abel et Caïn Kain dazu aufgefordert, sein Werk zu vollenden und Gott „aus dem Himmel zu werfen“, da […]

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Charles Baudelaire: Réversibilité (Umkehrbarkeit)

Mitte des 19. Jahrhunderts führte Joséphine-Aglaé „Apollonie“ Sabatier in Paris einen literarischen Salon. Zu den zahlreichen Künstlern, die sie als Muse verehrten (und begehrten), gehörte auch Charles Baudelaire. Einige seiner schönsten Gedichte hat er dieser Jüngerin Apollons, des Gottes der Schönheit und der Künste, gewidmet. Darunter befindet sich auch das Gedicht „Réversibilité“, in dem Baudelaire […]

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Ilona Lay: Gedichte zu Weihnachten

Weihnachten steht für die Utopie eines friedlichen, solidarischen Miteinanders, in dem ausnahmslos alle Individuen die Möglichkeit erhalten, ihre Persönlichkeit zu entfalten – wofür die Befriedigung der Grundbedürfnisse eine selbstverständliche Voraussetzung ist – und eben dadurch die Utopie einer idealen Gemeinschaft am Leben erhalten. Dieser Utopie kann man sich auf zweierlei Weise nähern: zum einen durch […]

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Politische Kultur: Ein Zitat aus einem Roman von Nadja Dietrich

Die Hessenwahl – ein politisches Erdbeben? Ja, was die Mehrheitsverhältnisse anbelangt. Die politische Kultur wird sich dadurch jedoch kaum ändern. Hierzu ein Ausschnitt aus Nadja Dietrichs Roman Der Tote im Reichstag und die verträumte Putzfrau: „Lidia Afanasjewna versuchte, sich auf die Reden der Parla­mentarier zu konzentrieren, aber es gelang ihr nicht. Die stereotypen Betonungen, die […]

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Das Land – ein Gedicht von Ilona Lay

Der Wald ein Stoff ein Kapital die Stämme mundgerecht zerstückt der Mond von Scheinwerfern zerpflückt auf Wüstenhängen bleich und kahl das Land von Reifenfurchen wund Schoß in den sich Pfeiler zwingen Feld an dem Traktoren wringen Moos das unter Teer verstummt des Himmels Tränen säen Gift Kelch der unsichtbar zerfällt ein Schiff in unerkannter Drift […]

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