Die Muttergottheit mit dem Auge im Schoß/ The Mother Goddess with the Eye in the Womb

Mord im Reichstag, Kapitel 16 / Murder in the German Parliament, Chapter 16

Lutz möchte Leonas Bekanntschaft mit „Horni“, dem Chef der Waffenvermittlungsfirma Ossatis, ausnutzen, um an Insider-Informationen zu gelangen. Dafür richtet er in Leonas Wohnung eine improvisierte Überwachungszentrale ein.

English Version

Unheimliche Erinnerungsfilme

Lidia Afanasjewna konnte sich noch gut an ihren zehnten Geburtstag erinnern. Es war ein warmer Spätsommertag gewesen, sie hatten ein paar Verwandte und Nachbarn auf die Datscha eingeladen. Die zusammengeschobenen Tische im Garten bogen sich unter mehreren Torten, Salaten, frisch eingemachten Gurken, aufgeschnittener Salami und den Waffeln mit dem bunten Bonbonpapier, von denen ihr „mischka na sjeverje“, das Eisbärchen aus dem hohen Norden, entgegenleuchtete.
Am Abend versammelten sich die Männer um den Grill. Es gab „schaschlyk“, Fleischspieße, dazu für die Männer den edlen Wodka aus dem Feinkostgeschäft, für die Frauen den süffigen „schampanskoje“ aus Moskau und für die Kinder zuckersüße Limonade.
Zu dem Geburtstag war auch ihr Onkel Andrej angereist, ein Arzt, der in der Hauptstadt Karriere gemacht hatte und sich mit Privatkunden ein lukratives Zubrot verdiente. Dieser hatte seine neue Super-8-Kamera mitgebracht, mit der er die Details der Feier festhielt: Onkel Artjom, der sich beim Umdrehen der Fleischspieße die Finger verbrennt; das Kreischen der Kinder im Plastikpool; Oma Annas stolzer Vortrag über das Rezept für ihre in Johannisbeeressig eingelegten Tomaten; Tante Oxana, eine Musiklehrerin, beim Vorsingen eines selbst gedichteten Liedes auf die kleine Jubilarin, in dessen Refrain alle einstimmen; und schließlich sie selbst, Lidia Afanasjewna, beim Verzehren eines Tortenstücks, das ihr ähnliche Probleme bereitet wie einer Schlange das Verschlingen eines zu großen Beutetiers.
Lidia Afanasjewna wusste noch genau, wie es sich angefühlt hatte, als Onkel Andrej sie bald darauf noch einmal besucht hatte, um ihnen den Film vorzuführen. Es war, als könnte man den schönen Tag ein zweites Mal durchleben, als hätte man die Vergänglichkeit der kurzen Glücksmomente überwunden. Ja, es war ein Sieg über die Zeit gewesen, die einem beständig das Beste vor der Nase wegstiehlt.
Ein trügerischer Sieg … Jahre später, bei ihrer ersten Reise nach Moskau, hatte sie mit ihren Eltern auch Onkel Andrej in seiner schönen Hauptstadtwohnung besucht. Da hatte er den alten Film noch einmal hervorgeholt und ihn abermals vorgeführt. Und da hatte sich der vermeintliche Sieg über die Vergänglichkeit auf einmal in eine Dokumentation des Vergehens verwandelt. Oma Anna war mittlerweile verstorben, Onkel Artjom lebte längst in einer anderen Stadt und hatte kaum noch Kontakt zu ihnen, der Schuppen, in dem sie als Kinder immer Verstecken gespielt hatten, war einem modernen Gewächshaus gewichen, die Häuschen in der Nachbarschaft waren größtenteils umgebaut und aufgestockt worden.
Es hatte etwas Unheimliches, die einstigen Glücksmomente aus der größeren zeitlichen Distanz zu betrachten. Ein wenig fühlte es sich an, als würde man sorglosen Erdmännchen beim Spielen zuschauen, während über ihnen schon ein Raubvogel kreist, der sich in einem günstigen, nur ihm bekannten Moment auf sie stürzen wird.
Seit jener Zeit war es Lidia Afanasjewna unangenehm, sich Privatfilme anzuschauen. Auf Fotos reagierte sie weniger empfindlich – allerdings nur dann, wenn diese den flüchtigen Moment nicht festzuhalten, sondern in seinem Wesen zu erfassen suchten. Die technische Zauberei ging dann, so schien es ihr, in den Zauber der Kunst über.
Ein solcher Zauber ging für sie etwa von einer alten Schwarz-Weiß-Aufnahme eines ihrer Urgroßväter aus. Es war das einzige Foto, das es von ihm gab, es zeigte ihn im Profil, den Blick in die Weite eines sich in den Himmel ergießenden Feldes gerichtet. Obwohl sie dem Mann auf dem Foto nie persönlich begegnet war, hatte sie manchmal den Eindruck, ihn besser zu kennen als Onkel Artjom, Oma Anna und all die anderen Verwandten, deren Leben in die Scherben unzähliger Einzelbilder zersplittert war.

Puppentheater

Dass sie gerade jetzt an das Privatkino ihrer Kindheit dachte, hatte einen guten Grund: Die Unbeholfenheit der Bilder, die vor ihren Augen tanzten, und die Sorglosigkeit, mit der das Auge der Kamera in ein fremdes Leben eindrang, erinnerten sie daran.
Dabei war sie sich natürlich bewusst, dass es sich bei der Vorführung, der sie hier zuschaute, um etwas ganz anderes handelte. Erstens wohnte sie einer Live-Übertragung bei, und zweitens ging es bei dieser nicht darum, eine Familienfeier oder andere Höhepunkte des Lebens zu verewigen. Vielmehr war die Aufnahme Teil einer Ermittlungsaktion, mit der Lutz einen Verbrecher überführen wollte.
Nachdem Leona von ihren intimen Kontakten mit Horst Norbert alias „Horni“, dem Chef der Waffenvermittlungsfirma „Ossatis“, berichtet hatte, war Lutz auf die Idee verfallen, dass sie dann ja den nächsten Besuch ihres Kunden nutzen könnte, um ihm ein bisschen auf den Zahn zu fühlen. Zu diesem Zweck hatten sie in einem von Leonas „Arbeitszimmern“ eine versteckte Kamera installiert.
Die Kamera sollte es den anderen ermöglichen, Hornis Worte live mitzuverfolgen. Darüber hinaus war sie aber auch als Schutz für Leona gedacht. Sobald der Verbrecher – denn um einen solchen handelte es sich ja offenbar – handgreiflich werden sollte, wollten sie Leona zu Hilfe eilen. Deshalb hatten sie sich dieses Mal auch nicht in der Wohnung von Igor und Lidia Afanasjewna getroffen, sondern bei Leona, wo sie auf einem Laptop das Geschehen im Nebenzimmer mitverfolgten.
Ihre improvisierte Einsatzzentrale befand sich in einem Raum, der in Leonas hausinternem Jargon als „Rosa Salon“ firmierte. Es war gewissermaßen eine Puppenstube für Männer. Staunend ließ Lidia Afanasjewna ihre Blicke über die Regalreihen schweifen, in denen eine ganze Welt unterschiedlicher Prinzessinnen darauf wartete, von dem heiß ersehnten Prinzen wachgeküsst zu werden.
Es gab Flower-Power-Puppen und biedere Hausfrauenpuppen, Schulmädchen- und Strenge-Lehrerin-Puppen, Geisha-Puppen und Massai-Puppen. Daneben waren allerdings auch ein paar irritierende Modelle zu bewundern, deren Besonderheiten einem oft erst beim zweiten Hinsehen auffielen: ein Formel-1-Fahrer etwa, dem Leona ein rosafarbenes Röckchen angezogen hatte, oder ein Koch, unter dessen weißer Schürze fliederfarbene Strapsstrümpfe zum Vorschein kamen.
Das Ganze wirkte wie eine Mischung aus Kinderzimmer und Ausstellungsraum. Durch die plüschige Sofaecke, von der aus man die ganze Puppenkompanie überblicken konnte, erinnerte das Zimmer auch ein wenig an das Büro einer Kindertherapeutin – allerdings nur so lange, wie man der extra großen Spenderbox mit Kleenex-Tüchern, der Vorratspackung mit Kondomen und dem strassbesetzten Negligé, das Leona auf dem Sessel neben dem Sofa drapiert hatte, keine Beachtung schenkte.

Die dunkle Braut

Um zu überprüfen, ob sie alles korrekt eingerichtet hatten, ordnete Lutz einen kurzen Probelauf an. Dafür begab Leona sich in den Raum, in dem sie ihren Kunden zu empfangen gedachte, und posierte ein wenig vor der Kamera. Diese war im Schoß einer Terracottafigur versteckt, die eine Muttergottheit darstellte.
„Dann lege ich zur Probe aber auch gleich meine Arbeitskleidung an!“ hatte Leona beschlossen.
Kurz darauf erschien sie in einem verführerischen Satin-Hauskleid vor der Kamera und winkte ihnen mit verstellter Stimme zu: „Hu-hu! Ich bin die Tante Leona und grüße alle, die mich kennen und lieben – vor allem aber mein Bärchen Lutz, das ich sehr vermisse.“ Dazu lachte sie ihr kokettes Leona-Lachen.
„Alles klar!“ rief Lutz ihr über den Flur hinweg zu. „Du kannst wieder rüberkommen. Die Übertragung funktioniert einwandfrei.“
„Wartet mal!“ bremste ihn Leona. „Eine Sache muss ich euch einfach noch vorführen! Ist sozusagen ganz heiß – habe ich mir erst gestern zugelegt.“
Sie verschwand kurz aus dem Bild und hantierte in einem für die Zuschauer nicht einsehbaren toten Winkel herum. Als sie wieder auftauchte, trug sie eine schwarze Darth-Vader-Maske und darunter einen Brustharnisch, der in eine Art stählernen Tanga-Slip auslief. Dieser war in der Mitte, direkt vor dem Allerheiligsten, mit einem Schloss versehen und erinnerte so an einen Keuschheitsgürtel. Offenbar benötigte man, um ins Reich der Lüste zu gelangen, den Schlüssel, den Leona mit der Geste einer Zauberin hinter ihrem Rücken hervorholte.
Wie eine Priesterin, die den Gläubigen die Monstranz präsentiert, hielt sie den Schlüssel in die Kamera. Dazu senkte sie ihre Stimme auf Bariton-Niveau und brummte unheilschwanger: „Ich bin die dunkle Braut, und mein Schoß sehnt sich nach Igor, dem Schrecklichen …“
Während Lidia Afanasjewna und ihre Tochter sich belustigt ansahen, wandten Igor und Lutz ihre Blicke nicht von Leonas lasziver Vorführung ab. Sie schmunzelten zwar, träumten aber insgeheim vielleicht doch davon, dass dieses Spiel auch für sie einmal Ernst werden könnte.
Kurz darauf flog die Tür zum Rosa Salon auf, und Leona gesellte sich wieder zu ihnen. „Na, wie war ich?“ fragte sie beifallheischend, als hätte sie an einem Casting für „Deutschland sucht die Super-Nutte“ teilgenommen.
Im selben Augenblick klingelte es an der Tür. Leona wurde sofort ganz hektisch. „Das wird doch nicht schon der Horni sein? Das wäre ja viel zu früh! Der wollte doch erst in einer halben Stunde kommen!“
„Nu‘ reg‘ dich mal nicht so auf“, beruhigte sie Lutz. „Es ist doch alles perfekt vorbereitet! Der soll ruhig kommen, wenn er’s nicht erwarten kann.“
Lidia Afanasjewna spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Von nun an hieß es leise sein und sich so wenig wie möglich bewegen. Die Wände in Leonas Wohnung waren nicht sehr dick. Auch wenn zwischen dem Rosa Salon und dem Empfangsraum noch ein weiteres Zimmer als Puffer lag, hätte doch jedes lautere Geräusch die Aktion gefährden können.
Während Leona über den Flur eilte, um ihrem Kunden – der sich gerade ein weiteres Mal mit einem durchdringenden Läuten bemerkbar machte – zu öffnen, schlossen die anderen hinter ihr die Tür. Gebannt starrten sie auf den Laptop, der vor ihnen auf dem Sofatisch stand.

English Version

The Mother Goddess with the Eye in the Womb

An Eerie Film from Childhood

Lidia Afanasyevna could still clearly remember her tenth birthday. It had been a warm late summer day, they had invited a few relatives and neighbours to the dacha. The tables pushed together in the garden bent under several cakes, salads, freshly pickled cucumbers, sliced salami and the waffles with the colourful candy wrappers, from which „mischka na syeverje“, the polar bear from the far north, shone out at her.
In the evening, the men gathered around the grill. They prepared „shashlyk“, meat skewers, accompanied by the exquisite vodka from the deli for the men, the delicious „shampanskoje“ from Moscow for the women and sweet lemonade for the children.
Also present at the birthday party was her Uncle Andrey, a doctor who had made a career in the capital and earned a lucrative extra income from private clients. He had brought along his new Super 8 camera, which he used to record the details of the celebration: Uncle Artyom burning his fingers while turning the meat skewers; the children shrieking in the plastic pool; Grandma Anna’s proud lecture on the recipe for her tomatoes pickled in redcurrant vinegar; Aunt Oxana, a music teacher, singing a song she wrote herself in honour of the little jubilarian, with everyone joining in the chorus; and finally herself, Lidia Afanasyevna, eating a slice of cake like a snake swallowing a far too large prey animal.
Lidia Afanasyevna remembered exactly how it had felt when Uncle Andrey had visited them again soon afterwards to show them the film. It was as if they could live through the beautiful day a second time, as if they had overcome the transience of the brief moments of happiness. Indeed, it had been a victory over time, which constantly steals the best from under your nose.
A deceptive victory … Years later, on her first trip to Moscow, she and her parents had also visited Uncle Andrey in his beautiful flat in the capital. There he had taken out the old film and shown it again. And then the supposed victory over the all-devouring time had suddenly turned into a documentation of transcience. Grandma Anna had died in the meantime, Uncle Artyom had moved to another town and had hardly any contact with them, the shed where they had always played hide-and-seek as children had given way to a modern greenhouse, and most of the houses in the neighbourhood had been rebuilt and enlarged.
There was something eerie about watching the past moments of happiness from the greater temporal distance. It felt a little like watching carefree meerkats playing while a raptor was already circling above them, ready to swoop down on its prey at the appropriate moment.
From that moment on, Lidia Afanasyevna was uncomfortable watching private films. To photos she reacted less sensitively – but only if they did not try to capture the fleeting moment, but to grasp it in its essence. The technical artistry, it seemed to her, then turned into the magic of art.
Such magic she felt, for example, emanating from an old black-and-white photograph of one of her great-grandfathers. It was the only photo existing of him, and it showed him in profile, looking into the expanse of a field opening up into the horizon. Although she had never met the man in the photo personally, she sometimes had the impression that she knew him better than Uncle Artyom, Grandma Anna and all the other relatives whose lives were fragmented into the shards of countless individual pictures.

Puppet Theatre

The fact that she was thinking of the private cinema of her childhood just now had a good reason: the awkwardness of the images that danced before her eyes and the carelessness with which the eye of the camera penetrated a foreign life reminded her of it.
Of course, she was aware that the performance she was witnessing here was something quite different. Firstly, she was attending a live broadcast, and secondly, it was not about immortalising a family celebration or other highlights of life. Instead, the recording was part of an investigative operation that Lutz wanted to use to convict a criminal.
After Leona had told him about her intimate contacts with Horst Norbert, alias „Horni“, the boss of the arms brokering company „Ossatis“, Lutz had come up with the idea that she could use her client’s next visit to feel him out a bit. For this purpose, they had installed a hidden camera in one of Leona’s „workrooms“.
The camera was meant to enable the others to follow Horni’s words in real time. But it was also supposed to protect Leona. As soon as the criminal – because that’s what he obviously was – should become violent, they wanted to rush to Leona’s aid. That’s why they didn’t meet in the flat of Igor and Lidia Afanasyevna this time, but at Leona’s, where they followed the events on a laptop in the next room.
Their improvised operation center was located in a room which, in Leona’s internal jargon, was called the „Pink Parlour“. It was, in a sense, a doll’s house for men. In amazement, Lidia Afanasyevna let her eyes wander over the shelves, where a whole world of different princesses longed to be kissed awake by the long-awaited prince.
There were flower power dolls and conservative housewife dolls, schoolgirls and teacher dolls, geisha dolls and Massai dolls. However, there were also a few irritating models to admire, whose peculiarities were often only noticed on second glance: a Formula 1 driver, for example, whom Leona had dressed in a pink skirt, or a bearded cook under whose white apron lilac suspender stockings appeared.
The whole thing looked like a mixture of children’s room and showroom. The plush sofa corner, on the other hand, also made the room resemble the office of a children’s therapist – though only as long as one paid no attention to the extra-large dispenser box of Kleenex tissues, the supply pack of condoms and the strass-trimmed negligee that Leona had draped on the armchair next to the sofa.

The Dark Bride

To check whether they had set up everything correctly, Lutz called for a short test run. For this, Leona went into the room where she intended to receive her client and posed a little in front of the camera. The latter was hidden in the lap of a terracotta figure representing a mother goddess.
„I’ll take advantage of this to try out my work clothes,“ Leona had decided.
Shortly afterwards, she stepped in front of the camera in a seductive satin house dress and waved to the others in a disguised voice: „Hi there! I’m Auntie Leona and I greet everyone who knows and loves me – especially my little bear Lutz, whom I miss very much.“ With that, she laughed her coquettish Leona laughter.
„All right!“ Lutz called to her across the corridor. „You can come back over. The broadcast is flawless.“
„Wait a minute!“ asked Leona. „There’s one more thing I absolutely have to show you! It’s really hot – I bought it only yesterday.“
She briefly disappeared from the picture and fiddled around in a blind spot not visible to the audience. When she reappeared, she was wearing a black Darth Vader mask and a breastplate underneath that ended in a kind of iron thong. The latter had a lock in the middle, directly in front of the holy of holies, and was thus reminiscent of a chastity belt. Apparently, in order to enter the realm of lust, one needed the key, which Leona brought out from behind her back with the gesture of a sorceress.
Like a priestess presenting the monstrance to the faithful, she held the key up to the camera. To this she lowered her voice to baritone level and grumbled ominously: „I am the dark bride, and my womb longs for Igor, the terrible one …“
While Lidia Afanasyevna and her daughter looked at each other in amusement, Igor and Lutz did not avert their eyes from Leona’s lascivious performance. They smiled, but perhaps at the same time secretly dreamed that this game could become reality for them one day.
Shortly afterwards, the door to the Pink Parlour flew open, and Leona rejoined them. „Well, did you enjoy the show?“ she asked, begging for applause as if she had taken part in a casting for „Germany is looking for the super-whore“.
At the same moment the doorbell rang. Leona immediately became frantic. „Surely that won’t be Horni? That would be much too early! He was only supposed to come in half an hour!
„No need to get upset,“ Lutz reassured her. „Everything is perfectly prepared! Let him come if he can’t await it.“
Lidia Afanasyevna felt her heart beat faster. From now on they had to keep quiet and move as little as possible. The walls in Leona’s flat were not very thick. Even though there was another room between the Pink Parlour and the reception room, any louder noise could have jeopardised the action.
While Leona hurried across the corridor to open the door for her client – who was just announcing himself once more with a piercing ring – the others closed the door behind her. Spellbound, they stared at the laptop that stood on the sofa table in front of them.

Bilder / Images: Pixabay: Hans Benn: Puppen / Dolls ; Gerd Altmann: Prostituierte / Prostitute

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