Meditationen über das Glück.
Was ist das Glück? Jeder Mensch wird darauf eine andere Antwort geben. So finden sich auch in diesem Gedichtzyklus keine allgemeingültigen Antworten. Stattdessen umkreist der Zyklus das Wesen des Glücks in 17 Meditationen, die einzelnen glückserfüllten Augenblicken ein dichterisches Denkmal setzen.

Softcover
70 Seiten
mit farbigen Abbildungen
Preis: 9,50 €
ISBN: 978-3-981340-55
Vertonungen einzelner Gedichte (englisch)
PDF (englisch)
Rezension von Julia Kulewatz
Die Dichterin Ilona Lay verbindet das Glück mit den Bergen: «Das Glück ist ein Bergsee, der dich mütterlich trägt und umfängt.» In 17 Meditationen, die im Herbst 2019 bei einem längeren Aufenthalt in den Ennstaler Alpen entstanden sind, hat sie dem Glück ein dichterisches Denkmal setzen wollen. Begleitet werden die nachdenklich lyrischen Texte von herbstlichen Landschaftsimpressionen, wie ‹Herbstblätter in Takinogawa› (1877) von Takahashi Yuichi (1828 – 1894) oder Caspar David Friedrichs (1774 – 1840) ‹Morgen im Riesengebirge› (1810/11) auch ein Sternbild inspiriert den Leser, das Glück im Oktober zwischen den Zeilen, in der Natur und dem Kosmos stiller Einkehr zu finden. Der Monat baut «Die Lichtbrücke» und der Leser wird vom Glück gefunden. Wir erfahren, dass das Glück dieses Bergmassiv sein kann, seine verstellten Wege und in Licht getauchten Gipfel, der Berg kann das Vertraute am Fremden sein. «Der zerfließende Gott» lehrt uns in seiner Meditation; «Das Glück ist der Moment, in dem du begreifst: ‹Gott› ist nur ein Wort, eine bloße Hülle, eine Bezeichnung für nichts und niemanden, die vollkommene Leere.» So führt «Der Oktober in den Bergen» uns durch ‹Wellengeflüster›, Teppiche des Lebens, , Stimmen der Stille, ‹Metamorphosen›, auf eine Regenbogenreise, durch funkelnden Sprühregen, zum Heimweh der Wolken, über die ‹Unfreiheit der Freiheit› weit, bis an den Abgrund des Glücks, zur Nabelschnur des Atems.
Die Dichtern Lay nimmt uns an die Hand, wie es ein lichtdurchfluteter Oktober tut, kein Zeigefinger wird uns ermahnen, während wir unsere eigenen Wege durch die herbstliche Gedankenlandschaft gehen. Denn auf die Kernfrage des Buches «Was ist Glück?», darf jeder eine andere Antwort geben.
Bild: Winslow Homer: Herbstliche Baumkronen (1873)
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