Lesen in der Zukunft – Ebook oder „analoges Buch“

Hat das analoge Buch noch Zukunft?

Ende des vergangenen Jahres titelte die ZEIT „Die Deutschen kaufen weniger Bücher“. Im Artikel kommen Menschen zu Wort, die auf E-Books umgestiegen sind. Ein wichtiges Argument: Lesen auf dem Reader ist platzsparend!

Wir als bibliophiler Verlag haben das natürlich nicht gern gelesen. Auch für uns stellt sich die Frage: Wie wird in Zukunft gelesen? Was spricht noch für analoge Bücher? – Sollten wir beides anbieten E-Books und „analoge“ Bücher? – Auf alle Fälle wollen wir E-Books ins Angebot aufnehmen. Hier der erste Versuch: Die glücklose Heimkehr

Was meint Ihr? – Wir freuen uns über Eure Kommentare.

 

Artikel zum Thema:

Das Geistesprodukt in der digitalen Welt

Die Magie des Buches

 

Bild: Gabriel von Max: Lesender Affe (um 1900)

3 Antworten auf „Lesen in der Zukunft – Ebook oder „analoges Buch“

  1. Jakob

    Ich besitze noch keinen Ebook-Reader und liebe den Geruch von analogen Büchern sowie den Anblick schön gestalteter Bücher …aber ich brauche nun auch schon eine Lesebrille und die LeidensgenossInnen schwärmen von der Möglichkeit der Schriftvergrößerung und der angenehmen Beleuchtung der Reader …Also, lieber LiteraturPlanet, ich glaube, es macht Sinn, Ebooks mit anzubieten. Ich habe mir allerdings noch die analoge Ilona Lay bestellt 😉

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  2. gerlintpetrazamonesh

    Noch hab ich ebenfalls kein so’n Ding. Aber habe mir ebenfalls manchen Vorteil überlegt… den mit der Schrift. Den mit dem Platz, aber ich frage mich, welche Bücher, Bibliotheken ich damit erreiche, welche Klassiker und welche eher seltenen Buchtitel ich damit und unschwer mir holen kann und habe da so meine Zweifel, genährt von vergleichbaren Anbietern in Sachen Sicht, Netflix und Co. – immer wenn ich nach den Filmen suche oder frage, die mich interessieren, weiß mir keiner zu raten. Kann ich nur ein paar neuere Produkte einer fleißig verkaufenden Branche erreichen, was ist der tatsächliche Nutzen? Dass ich diese Bücher nicht ins Regal stellen muß, oja. Lustig finde ich die Reklame: ich könne überall lesen! Ja, das ist so wie die Outdoor-Apps für’s Handy: alles so was von praktisch, wenn der Strom alle ist. Analoge Systeme, die auch ohne Strom funktionieren, haben so manchen Vorteil! Und das tatsächlich unglaublich kryptische System der seltsamen Zeichen auf Papier braucht nur einen funktionierenden Computer – Gehirn – mit der Lesesoftware Alphabetisierung. Immer wieder erstaunlich und durch noch so viel moderne Technik nicht zu übertreffen.

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  3. gerlintpetrazamonesh

    Ja, das mit der veränderbaren Schriftgröße. Das hat seinen Reiz nachdem ich schon vor ein paar Jahren einen ziemlich lächerlichen Anblick bot, als ich über den Boden krabbelnd meine verlorenen Nähnadeln suchte – warum müssen die Kameltore auch immer so klein sein? Und der unheimlich großen, dabei so winzigen Bibliothek – aber genau wie oben schon geschrieben: was finde ich dann? Mainstream und die von unerfreulichen Interessengruppen nach vorne geschobenen Machwerke wie halt in der Internetreklame auch oder in der Beliebigkeitsbuchhandlung. Nichts wirklich Spannendes, Überraschendes, Seltenes oder auch nur in Würde gealtertes, das geht offenbar nur in Papier. So wird uns dieses Gerät die Bücher kaum nehmen, allerdings die Buchmasse (und -messe?) ausdünnen.
    Lesen wird vielleicht eh zu einer Randgruppenerscheinung. Der moderne Mensch hat Knopf im Ohr und meist die Augen auf dem Bildschirm.
    Am Witzigsten finde ich allerdings die Bewerbung der ach so transportablen elektrischen Gerätschaften (ups, jetzt ist es ins Wasser gefallen…) als outdoortauglich, was ja wohl heißen soll, dass sie da draußen vor der Tür funktionieren. In begrenztem Maße sicherlich, aber wo, wenn ihr wirklich draußen meint, ist da die nächste Steckdose?
    Um auf dem Handy meine OUtdoorapp zu starten, die mir dann sagt, wie ich Feuer machen soll oder den ungebetenen Gast vertreiben (nächtliche Geschöpfe sind größer, also irgend was zwischen Ameise und Grizzlybär) oder um den angefangenen Roman in diesem praktischen kleinen Gerät gemütlich im ach so bequemen Zelt fertigzulesen – doch jetzt wird es dunkel und der Akku läßt nach…
    Nein, schon Heinz Erhard empfiehlt das Buch nicht zuletzt mit der Anwendungsmöglichkeit gegen lästige Kerbtiere!

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