Der Jungbrunnen des Frühlings

Die Ballada majowa (Mai-Ballade) des polnischen Dichters Józef Baran Wir alle wissen: Am Ende des Tunnels erwartet uns das Licht. Nur verlieren wir eben in der Finsternis des Tunnels den Glauben an das Licht. So ist – wie in Józef Barans Mai-Ballade – jedes Auftauchen aus den Dunkelheiten unseres Lebens für uns wie eine Rückkehr […]

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Das Tor zum Himmel

Adam Ziemianins Gedicht Pod wieczór (Am Abend) Als Scharnier zwischen Tag und Nacht ist der Abend ein Symbol für ein Tor in eine andere Welt. So trägt die Beschreibung einer Abendstimmung in einem Gedicht des polnischen Lyrikers Adam Ziemianin auch unverkennbar religiöse Züge. Am Abend Vertrauensvoll gen Himmeldie roten Fühler streckend,tastet sich die Waldameisein das […]

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Poetische Liebeserklärung an ein grünes Gebirge

Adam Ziemianins Gedicht Bieszczadzkie Anioły Das Bieszczady-Gebirge im Südosten Polens ist eines der letzten Naturparadiese Europas. Mit dem Gedicht Bieszczadzkie Anioły (Die Engel der Bieszczady-Berge) hat der polnische Lyriker Adam Ziemianin ihm ein poetisches Denkmal gesetzt. Die Engel der Bieszczady-Berge Alle Engel sind still. Besonders still abersind die Engel in den Bieszczady-Bergen.Triffst du einen, wird […]

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Der Zauberstab der Dichtung

Ein Gedicht von Adam Ziemianin Neuer Schwerpunkt am Poetry Day: Moderne polnische Gedichte Ein Gedicht kann uns einen anderen Blick auf die Welt schenken. Dieser andere Blick hat die Kraft, die Welt und uns selbst zu verändern. – Ein Gedicht des polnischen Lyrikers Adam Ziemianin, als Auftakt zu einer Reihe über moderne polnische Gedichte. Das […]

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Charles Baudelaire: Chant d’automne (Herbstlicher Gesang)

Gedichte von Charles Baudelaire, 7 In manchen Gedichten Charles Baudelaires erscheint die Frau als männermordende „femme fatale“. Häufiger verehrt er sie jedoch als eine Art Göttin, deren Nähe selbst über die dunkelste Seite des Menschseins hinwegtrösten kann: den Tod. Herbstlicher Gesang I. Schon bald versinken wir in kalten Schatten.Verloren ist die Sonne uns’rer viel zu […]

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Charles Baudelaire: Obsession (Besessenheit)

Gedichte von Charles Baudelaire, 6 In unserer Sehnsucht nach einem sinnhaften Leben nehmen wir die äußeren Erscheinungen als „eine Entsprechung zum Himmel“ wahr. Weil wir dadurch aber in allem nur Spiegelbilder unserer selbst sehen, ist es uns unmöglich, zum Urgrund des Seins vorzudringen: dem Nichts. Besessenheit Erschaudern lasst ihr, Wäldermeere, mich wie Kathedralen!In uns’ren heimatlosen, […]

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Charles Baudelaire: La musique

Gedichte von Charles Baudelaire, 5 Die „erhebende Wirkung“ seiner Gedichte wollte Charles Baudelaire nicht allein durch deren Inhalt, sondern auch unmittelbar über den Sprachrhythmus und den Klang der Worte erzielen. Dadurch weist seine Dichtung eine besondere Nähe zur Musik auf. Die Musik Die Musik nimmt mich oft in sich auf wie ein Meer!Meinem bleichen Stern […]

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Charles Baudelaire: Der romantische Sonnenuntergang

Gedichte von Charles Baudelaire, 4 Als an einem Scharnier der Zeiten lebender Dichter war Charles Baudelaire besonders empfänglich für den „ennui romantique“ – einen Weltschmerz, der auf einem Gefühl der Unbehaustheit in der Welt bei gleichzeitigem Heimweh nach etwas unwiederbringlich Verlorenem beruhte. Aufflammend malt die Morgensonneden Mut des Tages in die Welt.Erglühend reifen Liebesschwüreim Feuer […]

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Charles Baudelaire: La fin de la journée (Das Ende des Tages)

Gedichte von Charles Baudelaire, 3 „Träumer“ ist in der Welt des Effizienzdenkens ein Schimpfwort. Für diejenigen, die in der Kunst zu Hause sind, liegt dagegen „alle Gewissheit (…) in den Träumen“. Sie glauben, wie Charles Baudelaire mit Edgar Allan Poe betont, „an die Träume als die einzigen Realitäten“. Das Ende des Tages Unter gespensterfahlen Himmelnrennt, […]

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Charles Baudelaire: Le goût du néant (Der Anhauch des Nichts)

Gedichte von Charles Baudelaire, 2 Das menschliche Leben ist wie eine Lawine, die auf einen Abgrund zurollt. In vielen Gedichten Charles Baudelaires wird diese Disharmonie inhaltlich zum Ausdruck gebracht, zugleich aber mit dem Trost einer harmonischen Form verbunden. Der Anhauch des Nichts Mein Geist, das alte, einst so streitlustige Pferd,scheut heut‘ vor jedem Hindernis.Die Hoffnung, […]

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