Sehnsucht nach dem Nirwana

Der kolumbianische Dichter José Asunción Silva/6 Die Naturlyrik von José Asunción Silva scheint auf den ersten Blick der Romantik näher zu sein als der Literatur seiner Zeit. Bei genauerem Hinsehen zeigen sich jedoch auch Elemente der Fin-de-siécle-Stimmung in den Gedichten. Podcast Tropische LandschaftEin zauberisches Wiegenlied flüstert der Flussauf seinem gelassenen Flug in die Ferne,derweil die […]

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Fragile Traumflügel

Der kolumbianische Dichter José Asunción Silva/5 In einem weiteren Nocturno (Nachtstück) von José Asunción Silva fungiert die Musik – dieses Mal in Form eines nächtlichen Klavierspiels – als Brücke in die Welt der Träume. Diese erweist sich jedoch – wie andere Werke Silvas zeigen – als äußerst zerbrechliches Gebilde. Nocturno IManchmal, wenn der weiße Flügel […]

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Kolumbianische Fin-de-siècle-Dichtung

Der kolumbianische Dichter José Asunción Silva/4 Die Gedichte von José Asunción Silva weisen oft einen melancholischen Grundton auf. Dies hat persönliche Gründe, hängt aber auch mit der Fin-de-siècle-Stimmung seiner Zeit zusammen. Podcast Das Verwelkte Wenn über die moosigen Füße der Bäumeder Herbst seine feuchtkalten Netze wirft,wenn sich der Totentanz der blutenden Blätterim Nebelgewand des Novembers […]

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Tödliche Wiederauferstehung

Der kolumbianische Dichter José Asunción Silva/3 In einem Gedicht über Lazarus, das von einem ähnlichen Werk von Léon Dierx angeregt ist, charakterisiert José Asunción Silva den Wiederauferstandenen als lebenden Toten, der sich nicht mehr in der Welt zurechtfindet. Darin spiegelt sich auch Silvas eigene tragische Existenz wider. Podcast Lazarus“Steh auf, Lazarus“, rief ihm der Erlöser […]

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Musikalische Dichtung

Der kolumbianische Dichter José Ascunción Silva/2 Das dichterische Werk von José Asunción Silva lehnt sich immer wieder an musikalische Gestaltungsprinzipien an, was auch auf den Einfluss der französischen Dichtung seiner Zeit auf ihn verweist. Ein Beispiel dafür ist sein Gedicht „Serenata“. Podcast SerenadeIn der verwaisten, nachtkalten Straßegleitet der Mond durch Wolkenschleier.Zitternd wehen Töne herandurch einen […]

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Ein Leben im Schatten des Todes

Der kolumbianische Dichter José Ascunción Silva/1 Das kurze Leben des kolumbianischen Dichters José Asunción Silva (1865 – 1896) war von zahlreichen Schicksalsschlägen geprägt. Dies bezeugt auch eines seiner „Nocturnos“ (Nachtstücke), in dem sich der frühe Tod seiner Schwester Elvira widerspiegelt. Podcast Nocturno IIIIn einer Nacht, in dergeheime Düfte und die Melodienunsichtbarer Flügel uns umflüsterten,in einer […]

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Robert de Souza: Le sommeil des cygnes (Der Schlaf der Schwäne)

Das Werk des französischen Dichters Robert de Souza (1864 – 1946) ist zu Unrecht in Vergessenheit geraten. Dies zeigt beispielhaft sein Gedicht Le sommeil des cygnes (Der Schlaf der Schwäne). Es ist erkennbar symbolistisch inspiriert, weist jedoch einen ganz eigenen meditativen Ton auf. Der Schlaf der SchwäneWeiße Kähne mit eingerolltem Segel,so schlafen im Schilf die […]

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Ilona Lay: Nachtfalter

Gedichtsammlung. Mit den Reichensteiner Poetikvorlesungen im Anhang. Der Gedichtband „Nachtfalter“ von Ilona Lay umfasst, wie sein Vorgänger aus dem Jahr 2008 (Versunken), Gedichte aus mehreren Jahrzehnten. Einige Gedichte sind bereits in anderen Zusammenhängen erschienen, an­dere werden in überarbeiteter Form präsentiert. Ein großer Teil ist bislang jedoch noch nicht in Buchform erschienen. Fieber, brennendes Meer,roter Adler, […]

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Ilona Lay: Mein Schatten

Am Poetry Day servieren wir heute das Gedicht Mein Schatten von Ilona Lay. Es dient als Appetizer für gleich zwei baldige Neuerscheinungen auf LiteraturPlanet: einen neuen Gedichtband von Ilona Lay und die Gesamtausgabe von Ilka Hoffmanns Tagebuch eines Schattenlosen. Mein SchattenManchmal versinke ich in deinen Finsternissen,in deinen Augen, die in dunkle Grotten führen,zu einem Ring […]

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Das brasilianische Movimiento Antropofágico

Interkulturalität und Kolonialismuskritik bei Oswald und Mário de Andrade und bei Raul Bopp. Die brasilianische anthropophagische („Menschenfresser-„)Bewegung nutzte Ende der 1920er Jahre das Menschenfresserbild, um dem „Aufgefressenwer­den“ des Landes in der Kolonialzeit einen eigenständigen kulturellen „Appetit“ gegenüberzustellen. An die Stelle des Dominanzanspruchs einer einzigen Kul­tur setzte sie das Ideal einer gegenseitigen Befruchtung der Kulturen. EBook […]

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