Nadja Dietrich: Der Tote im Reichstag und die verträumte Putzfrau

NEUERSCHEINUNG: Was für ein Schock für Lidia Afanasjewna!- Beim Saubermachen der Toiletten im Reichstag findet sie eine Leiche. Wer war der tote Politiker? Und warum wird in den Nachrichten behauptet, er sei in seinem Büro verstorben? Sollte da vielleicht etwas vertuscht werden? Neugierig geworden, beginnt Lidia Afanasjewna mit Recherchen im Umfeld des Toten. Ein nicht […]

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Gewitter

Vollkommene, unheimliche Stille. Dann, fast eine Erlösung, das erste Donnergrollen. Ein weiteres Donnern, dann noch eines, ein jedes wie der Widerhall des ersten, und doch aus einem eigenen Schlund aufstoßend, von eigenen Taltrichtern verstärkt. Und ein jedes gefolgt von einer eigenen Armee von Flammenschwertern. Fauchend kreuzen sie ihre Klingen auf dem höllenschwarzen Feld des Himmels. […]

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Die Hyazinthe

Nachdem man dich lebendig begraben hatte, bist du zu deinem eigenen Erstaunen ganz ruhig geblieben. Instinktiv spürtest du, dass du nur dann eine Überlebenschance hättest, wenn du fortan alle Kraft aus dir selber zögest – und dass du mit dieser so sparsam wie irgend möglich haushalten müsstest. – So verging die Zeit, ohne dass du […]

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Edgar Fuhrmann: Bahnhofsmärchen

Es war einmal ein König, der herrschte über einen großen Bahnhof. Auf dem Bahnhof kamen viele Züge an und fuhren wieder ab, große und kleine, jeden Tag. Und es waren immer viele Menschen da, und die Menschen wa­ren alle in großer Eile, denn sie wollten alle pünktlich sein. Je mehr sie sich aber be­eilten, desto […]

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Wintermorgen

Über Hügeln zart und leise bricht ein Strahl der Nacht Gewand, segnet – eine stumme Weise – glitzernd das entschlafne Land. Schweigt die Welt, die Vögel bangen, Rehe gehn – du hörst sie kaum –, und an Zweig und Halmen hangen Blumen wie ein ferner Traum. Wie erhaben ruhn die Wälder, wie besänftigt liegt der […]

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Silvester

Sterbendes Jahr, vielleicht der Schrei von einem erschöpften Drachen Nüstern fauchen von Nächten schwer die Zeit ein neugebor’nes Meer und Helden die gläubig den Tag entfachen. Sterbendes Jahr, vielleicht der Schrei von Vögeln die frei entfliegen Wiesen breiten ein Perlentuch die Zeit ein aufgeschlag’nes Buch und Möwen die lachend im Sturm sich wiegen. Sterbendes Jahr, […]

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Das blaue Land

Hinter den durchsichtigen Winterkleidern der Bäume erträumt sich dein Blick ein blaues Land. Ein Land ohne festen Grund, ohne feste Konturen, das in der Ferne mit dem Horizont verschwimmt, grenzenlos. Die Menschen im blauen Land sind durch ein feines Gespinst von Gefühlen miteinander verbunden. Da der Herzschlag des einen stets auch in den Adern der […]

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Aufgang der Venus

Sie macht sich so schüchtern zum Fluge bereit, ein Funke des Lichts, das im Dunkeln gedeiht. Sie hofft auf kein Morgen und blickt auf kein Jetzt, entsprießt einem Reich, das kein Zeitschwert verletzt. Wie leise sie fleht um die Liebe der Welt, ein zitterndes Kind, das der Winter umstellt. Wie stumm sie erstickt in der […]

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Wolkenbilder

Vom höchsten Stockwerk des höchsten Hochhauses der Stadt aus bist du dem Wolkenmeer so nahe, dass die Wellenmähnen dir zum Greifen nahe erscheinen. Wenn du dein Lasso dabei hättest, müsstest du es nur auswerfen, um eines der geflügelten Pferde einzufangen und auf ihm dem Horizont entgegenzureiten. Während du so deinen Tagträumen nachhängst, lichtet die Stadt […]

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Allerheiligen

Die Bäume befrein sich zum Himmel nun bald, Kristalle umhülln den verbrandenden Wald. Vergänglichkeit taut zu verborgenem Sinn, und Menschen spazieren besänftigt darin.   Ein Nachen stößt sacht an den irdischen Strand, und Frieden strömt aus auf das schlafende Land. Am Abend durchtanzen das zitternde Licht die Flügel, aus denen ein Weiseres spricht.     […]

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